Arbeitsunfall, Lohnraub, Union-Busting und Bossing weltweit – und in Deutschland
Dhaka/Bangladesh: Fabrikeinsturz / Arbeitsbedingungen in Textil-Industrie +++ Hong Kong/China: Hafenstreik ++ Griechenland: Vorarbeiter schießen auf Erntehelfer +++ Schlecker/ Deutschland: Verkäuferinnen arbeitslos +++ HoWe, Uli Hoeneß / Bayern: Wurstfabrik mit Leiharbeit und Alternativem Vertretungsorgan (AVO)

Grausame Arbeitsbedingungen: Schon am 2. März 2006 ging die bengalische Textilgewerkschaft “National Garment Workers Federation” auf die Straße, weil über 100 Kolleg*innen bei einem Brand in der Fabrik KTS getötet worden waren.
Aus Respekt vor den getöteten Textilarbeiter_innen in Dhaka, Bangladesh, möchten wir in dieser Woche den Blick ausnahmsweise etwas schweifen lassen. Über 300 Tote und 1000 Verletzte machen es unmöglich, die Skrupellosigkeit des Fabrikbesitzers und der Unternehmer zu ignorieren, die das Haus 2007 mit minderwertigem Material bauen ließen und letzte Woche dennoch 3.500 Menschen weiter zur Arbeit zwangen, als sich schon Risse zeigten.
Seit diesem schrecklichen Vorfall sind die ArbeiterInnen von über 5.000 Fabriken im Textil-Bereich in Indien im Ausstand und demonstrieren gegen ihre Arbeitsbedingungen. Selbst die Rettungsmaßnahmen am Ort des Unglücks wurden für 2 Stunden unterbrochen, da die Polizei in Dhaka es für wichtiger hielt gegen die Demonstranten vorzugehen, als nach Verschütteten zu suchen. Dass der Fabrikbesitzer mittlerweile gefasst wurde, kann wohl kaum befriedigen, denn, wie überall, brauchen skrupellose Geschäftemacher eine Infrastruktur aus lokalem und internationalen Lobbyismus, die ihnen in die Hände spielt. (weiterlesen …)





