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Berlin: Gorillas-Management gegen Betriebsratsgründung

17. November 2021 | 10:30 bis 12:30

Kammertermin: Gorillas will Betriebsratsgründung per Eilverfahren vor dem Arbeitsgericht Berlin verhindern

Das Gorillas Management unter Kagan Sümer versucht die Betriebsratswahl für Berlin per einstweiliger Verfügung final zu stoppen. Begründung: die Liefer-Fahrerinnen und -Fahrer würden mittlerweile für eine andere Firma arbeiten. Geht es nach dem Management soll bei einer Zuwiderhandlung letztlich die Wahlvorstandsvorsitzende für bis zu einem halben Jahr ins Gefängnis kommen. Die entsprechenden Anträge sind beim Gericht eingereicht.

Zum Hintergrund

Zum 01.10.2021 verlagerte die Gorillas Technologies GmbH das operative Geschäft in die neu gegründete Gorillas Operations Germany GmbH & Co. KG. Damit arbeiten die Rider, die Picker in den Lagern und weitere Beschäftigte per Betriebsübergang zum 01.10.2021 für die Gorillas Operations Germany GmbH & Co. KG.

Der bereits am 03.06.2021 gewählte Wahlvorstand wurde vom Gorillas-Management über den geplanten Betriebsübergang im Dunkeln gelassen. Das Management hatte dem Wahlvorstand schon zuvor nur unzureichende Informationen zur Verfügung gestellt. Beispielsweise erschwerten Phantasie-Jobbezeichnungen dem Wahlvorstand festzustellen, welche Personen besondere Führungsaufgaben haben und an der Betriebsratswahl daher nicht teilnehmen dürfen.

Zwischen Rosstäuschertrick und Hütchenspiel

Die Idee Betriebsratswahlen per Umfirmierungen zu erschweren oder zu verhindern ist nicht neu. Umso dramatischer, dass Unternehmens-Konstrukte, die auf Spaltung der Belegschaft, Behinderung von Betriebsratsarbeit und Verschleierung von Gewinnen ausgelegt sind, überhaupt legal sind.

Beim diesem Vorgehen handelt es schon wegen des gewählten Zeitpunkt des Betriebsübergangs eindeutig und unzweifelhaft um einen Versuch die Betriebsratsgründung zu verhindern.

Das Gorillas-Management sorgt so weiter für Negativ-Schlagzeilen und unangenehme Fragen:

  • soll das Start-up als „betriebsratsfrei“ für den Verkauf aufgehübscht werden? Dazu unbedingt lesenswert ist dieser Beitrag unseres Kollegen Elmar Wigand: Finanzblase Quick-Commerce: Wer übernimmt Gorillas?
  • fürchtet das Management die Transparenz, die ein aktiver Betriebsrat schaffen kann?
  • wie will  Gorillas mit solche fatalen Signalen weiter als hippes Start-Up um Mitarbeitende werben?

Die Verhandlung findet im Saal 206 statt – ein größerer Saal ist angefragt, ggf. 334. Bitte ausreichend zeit für Einlasskontrollen einplanen.

Mehr Infos zu Gorillas finden Sie im Union Busting Wiki der aktion ./. arbeitsunrecht

Details

Datum:
17. November 2021
Zeit:
10:30 bis 12:30
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
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Veranstaltungsort

Arbeitsgericht Berlin
Magdeburger Platz 1
Berlin, 10785
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