Frankfurt: DRK ./. Mark D. (Fahrdienst Korbach-Bad Arolsen)


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Datum/Zeit
Date(s) - 25/10/2017
10:00 - 11:00

Veranstaltungsort
LAG Frankfurt

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DRK-Fahrer wehrt sich gegen substanzlose Kündigung

Spartanische Zustände erleben auch viele Beschäftigte von DRK Einrichtungen (Wikicommons, Seeteufel)

Spartanische Zustände erleben auch viele Beschäftigte von DRK Einrichtungen (Wikicommons, Seeteufel)

Beschäftigte des DRK berichten bundesweit von schlechten Arbeitsbedingungen, miesen Löhnen und Angst vor Repressialien.

Umso erfreulicher, dass es auch DRK Kolleg*innen gibt, die ihre Rechte einfordern! Sie brauchen unsere volle Solidarität.

Mark D., seit mehreren Jahren in Teilzeit beschäftigter Fahrer bei der DRK Fahrdienst Korbach-Bad Arolsen GbmH (eine Gesellschaft, die zum DRK Kreisverband Korbach-Bad-Arolsen gehört) hat für sich einige Verbesserungen bezüglich der Arbeitszeitregelungen durchsetzen können.

Vermutlich um ein Exempel am ihm zu statuieren und seine Kolleg*innen einzuschüchtern, setzt das DRK unter Geschäftsführung von Michael Wehmeyer auf konstruierte Abmahnungen, die teils schon wieder aus der Personalakte entfernt werden mussten, und versucht Mark D. fristlos zu kündigen.

Die extrem bemüht wirkenden Kündigungsgründe tragen allerdings nicht. So schickte die Einsatzplanung einen Dienstplan an eine falsche E-Mail-Adresse und unterstellte dem Fahrer, der gar nicht wissen konnte, dass er eine Tour hat, Arbeitsverweigerung. Das Arbeitsgericht Kassel entschied denn auch zugunsten des Beschäftigten, der seit November 2016 wieder im Dienst ist.

DRK-Geschäftsführer Michael Wehmeyer geht mit der Kanzlei Adolph, Wilhelm & Ebel (Kassel) in die nächste Instanz. Wir rufen dazu auf, den Gerichtstermin am Landesarbeitsgericht Frankfurt solidarisch zu begleiten!

Landesarbeitsgericht Frankfurt, Gutleutstr. 160, Saal B 106 | 25. Oktober 2017, 10:00 Uhr

Bitte beachten Sie, dass bei Gerichtsterminen stets Zeit für Einlass- und Taschenkontrollen einzuplanen ist.

Hintergrund: Miese Arbeitsbedingungen sollen bleiben

Beschäftigte der DRK Fahrdienst Korbach-Bad Arolsen GbmH klagen über willkürliche Arbeitszeitfestsetzungen, unzureichende Schulungen und sogar fehlende Impfungen.

Fahrer*innen erfahren oft erst am Feierabend, wann sie am darauf folgenden Tag wieder zum Dienst erscheinen müssen. Sie sollen erst während der Arbeitstage erfahren, wie lange sie arbeiten müssen. Dies können aber durchaus bis zu 10 Stunden sein, in denen keine Pausen vorgesehen sind. Für Wochenend-Bereitschaften wird kein Freizeitausgleich gewährt. Es kann passieren, dass Beschäftigte 12 Tage durcharbeiten. Viele Beschäftigte haben nur 90-Stunden/Monat -Verträge. Bei einem Stundenlohn von 9,- Euro (für nicht Qualifizierte) kommen sie so gerade einmal auf 810,- Euro brutto.

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Das DRK ist aufgrund vielfältiger Missstände, einem undurchsichtigen Organisationsaufbau und Union Busting für den Schwarzen Freitag, einen bundesweiten Aktionstag gegen miese Unternehmen, der am 13. Oktober 2017 stattfindet, nominiert. Hier erfahren Sie mehr über die Gründe für die Nominierung des DRK und die anderen Kandidaten: https://aktion.arbeitsunrecht.de/de/schwarzer-freitag 

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Wir bitten auch andere Beschäftigte, die unter Missständen, Union Busting und Repressalien bei Einrichtungen des DRK leiden, sich bei uns zu melden. Meldungen sind auch anonym möglich – für Nachfragen benötigen wir jedoch eine funktionierende E-Mail-Adresse!

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Veröffentlicht in Gerichtstermine