Frankfurt: I-SEC + Naujoks ./. Betriebsratsvorsitzenden


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Datum/Zeit
Date(s) - 13/12/2017
16:00 - 17:00

Veranstaltungsort
Arbeitsgericht Frankfurt

Kategorien


Flugsicherheit ./. Gewinnmaximierung

Protest gegen Union Busting und Helmut Naujoks am Frankfurter Flughafen am 06.12.2017. An diesem Termin hätte das Hausverbot bereits verhandelt werden soll. Aber Helmut Naujoks hat gewohnheitsmäßig eine Verschiebung beantragt.

Am Arbeitsgericht Frankfurt, Saal C3.08 wird am 13. Dezember 2017 die Anfechtung des Arbeitsvertrags und das Hausverbot gegen den Betriebsratsvorsitzenden Mario S. bei der I-SEC Deutsche Flugsicherheit GmbH verhandelt.

Der Termin ist eine gute Gelegenheit, den Bad Guy des deutschen Arbeitsrechts Helmut Naujoks auf freiem Fuß zu erleben. (Unserer Meinung nach sollte er ruhig ein paar Monate lang gesiebte Luft atmen, um zur Besinnung zu kommen.)

Der BR-Vorsitzende und sein Stellvertreter sind einer massiven Angriffswelle der Geschäftsführung unter Ran Langer und Glenn Murphy ausgesetzt, die auf seine Entfernung aus dem Betrieb abzielt. Hintergrund ist unserer Einschätzung nach, dass die I-SEC die dringend benötigte Aufstockung des Personals, sowie andere Verbesserungen der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten, weiter verschleppen und verhindern will. Möglicherweise ist das Unternehmen marode.

Die I-SEC Geschäftsführung hat zur Zermürbung des Betriebsrats eigens den berüchtigten UnRechtsanwalt Helmut Naujoks engagiert. Wie ist dieser Schritt zu bewerten? Ein Akt der Verzweiflung? Völlig enthemmtes Unternehmertum? Unkenntnis? Verblendung? Schlechte Presse und schlechte Karten vor Gericht sind mit Naujoks jedenfalls garantiert.

Auch der stellvertretende BR-Vorsitzende Erhan C. wird von Helmut Naujoks juristisch gestalkt. Ein Hausverbot wurde wurde vom Arbeitsgericht Frankfurt am 28.11.2017 aufgehoben. Bereits am selben Abend wurde Erhan C. ein neues Hausverbot zugestellt.

Die Geschäftsleitung versucht die Belegschaft mit Propaganda und Meinungsmache zu verwirren und verängstigen. Man stellt mit Aushängen und anderen Publikationen einen  Zusammenhang zwischen der beharrlichen, konfliktbereiten Betriebsratsarbeit und einem möglichen Verlust des I-SEC Auftrags am Flughafen Frankfurt her. Dabei sind die Beschäftigten an der Basis im Falle einer Übernahme durch einen anderen Auftragsnehmer durch den Manteltarifvertrag für Sicherheitskräfte an Flughäfen geschützt.

Dass das Management wie ein in die Ecke gedrängter Hund um sich beißt, dürfte also lediglich der Angst geschuldet sein, dass die öffentliche Aufmerksamkeit einen lukrativen Auftrag gefährdet.

Die aktion./.arbeitsunrecht ruft alle Gewerkschafter, Flughafen-Beschäftigten und Frankfurter Bürgerrechtler_innen auf den Gerichtstermin solidarisch zu begleiten.

Zumal auch Neugierige, die Rechtsanwalt Helmut Naujoks schon immer einmal live erleben wollten, auf ihre Kosten kommen können. (Wir hoffen, dass Naujoks nicht wieder seinen farblosen Spannmann RA Peter Wallisch bemüht.)  Bitte unbedingt Zeit für Einlasskontrollen einplanen!

Weitere Infos zum Fall gibt es in dieser Pressemitteilung: https://arbeitsunrecht.de/i-sec-staatsanwaltschaft-ermittelt-wg-betriebsratsbehinderung/


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