Würselen: Toys R Us – Solidarität mit Mona!


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Datum/Zeit
Date(s) - 16/12/2017
13:13 - 15:13

Veranstaltungsort
Toys"R"Us

Kategorien


Protest in Würselen am 3. Advent

Mona und ihre Betriebsratskolleg*innen brauchen unsere Solidarität

Das Aachener Komitee „Solidarität mit Mona“ und die aktion./.arbeitsunrecht rufen für Samstag, 16. Dezember 2017 zu Protesten gegen Toys R Us auf.

Die Spielwaren-Kette war bereits Ziel des Aktionstags Schwarzer Freitag am 13. Mai 2016. Jetzt ist es wieder Zeit dort vorbei zu schneien!

Der Betriebsrat von Toys R Us in Würselen bei Aachen wird immer wieder heftig attakiert – allen voran die Vorsitzende Mona. Die systematischen Zermürbungsversuche müssen nun endlich ein Ende haben!

Am umsatzstärksten Tag des Jahres, Samstag vor dem 3. Advent, werden wir uns zu einer gemeinsamen Solidaritäts-Aktion treffen.

Samstag, 16. Dezember 2017, 13:13 Uhr | Toys R Us, Schumannstr. 4, 52146 Würselen

Anreise: Köln Hbf, RE 10118 Gleis 9 D-G, Abfahrt: 11:15 | Köln-Ehrenfeld, Gleis 4, Abfahrt: 11:20 Uhr | Aachen Hbf, Buslinie Linie 11, Abfahrt: 12:24

Anschließend: Glühweintrinken und Printen-Verkostung auf dem Aachener Weihnachtsmarkt!

Call in! Rufen Sie in der Toys R Us-Filiale in Würselen an!

Auch wenn Sie nicht in Aachen und Umgebung wohnen, können Sie helfen:

Nehmen Sie sich vor Weihnachten während der Öffnungszeiten Mo-Sa. 9:00-20:00 Uhr fünf Minuten Zeit. Sprechen Sie mit der Filialleitung!

Alle Angriffe auf die Belegschaft und den Betriebsrat sind einzustellen. Telefon: 02405.4 55 9-121

Hier unser gemeinsamer Aufruf:


Am 3. Advent schlägt’s 13! Solidarität mit Mona!

Toys R Us: Mobbing in Würselen & bundesweites Lohndumping

Für ein menschliches Arbeitsklima und demokratische Verhältnisse! Arbeit muss zum Leben reichen!

Protest: Samstag, 16. Dezember 2017, 13:13 Uhr

Das Toys R Us-Management hat auf dringende Bitten der Gewerkschaft ver.di und der aktion./.arbeitsunrecht nicht reagiert, das gezielte Mobbing gegen Beschäftigte und ihren Betriebsrat durch einen berüchtigten Personalverantwortlichen einzustellen. Nun naht die Zeit des Schmerzes.

Wir haben für unseren Protest den umsatzstärksten Tag des Jahres gewählt. Am 16. Dezember 2017, dem 3. Advent, macht Toys R Us üblicherweise ca. 65% des Weihnachtsumsatzes. Die Zahlen könnten diesmal in den Keller gehen.

Im Industriegebiet von Würselen werden wir vor der Toys R Us-Filiale:

  • Geld sammeln, damit die Niedriglohn-Verkäufer*innen von Toys R Us ihren Kindern auch Spielzeug zu Weihnachten kaufen können,
  • Kunden und Pressevertreter über Mobbing und Lohndumping in der Filiale aufklären.

Wir rufen Gewerkschafter*innen, Bürgerrechtler, soziale Aktivisten, Menschenrechtler*innen, Gläubige verschiedener Religionen und Konfessionen auf, sich anzuschließen und mitzumachen.

Wir würden uns freuen, wenn auch vor (oder in) anderen Filialen im Bundesgebiet Kundeninformationen verteilt würden.

Außerdem rufen wir auf, während der Vorweihnachtszeit in der Filiale in Würselen anzurufen und der Marktleitung ins Gewissen zu reden (siehe unten).

Martin Schulz, Knecht Ruprecht und die Weihnachtsmann-Brigade

Wir laden den SPD-Vorsitzenden Martin Schulz ein, sich uns anzuschließen und in seiner Heimatstadt Würselen eine Rede zu halten.

Aus Köln werden Knecht Ruprecht und die Weihnachtsmann-Brigade erwartet. Wir werden der Marktleitung und dem Toys R Us-Management die Leviten lesen.

Was ist da um Himmels Willen los?! Zu den Hintergründen

In Würselen bei Aachen sitzt einer der kampfstärksten Betriebsräte der Spielwaren-Kette in Deutschland. Die Belegschaft ist zu 100% bei ver.di organisiert, die Filiale ist eine Streikhochburg. Gemeinsam kämpfen die Beschäftigten gegen sog. Kapovaz-Verträge (Arbeit auf Abruf), neue Formen der Lohnkürzung durch Essensgutscheine, Urlaubsgutscheine und ähnliche Zumutungen, außerdem gegen Auslagerung von regulären Jobs durch Leiharbeit und Werkverträge.

Toys R Us ist bundesweit ohne Tarifvertrag, obwohl die Belegschaft seit langem dafür streikt. Die Kette gehört mit Bain Capital und KKR zwei extrem aggressiven US-Investoren, die keine Gewerkschaften als Verhandlungspartner akzeptieren.

Die Löhne sehr vieler Beschäftigter sind nur knapp über dem Mindestlohn. Die meisten Beschäftigten haben gegen ihren Willen nur Teilzeitverträge, so dass ihr Auskommen nicht zum Leben reicht. Viele müssen mit Hartz IV aufstocken.

Stopp Mobbing und Union Busting!

Als ob das alles nicht reicht… Im Sommer 2017 hat die Geschäftsleitung einen berüchtigten Mobber als stellv. Marktleiter in die Filiale Würselen zurück beordert. Baqar I. war vor fünf Jahren nach langen Protesten aus Würselen abgezogen worden, weil er der Betriebsratsvorsitzenden Mona derart das Leben zur Hölle gemacht hat, dass sie schwer krank wurde. Sie leidet bis heute unter den Folgen. Dennoch ist Mona nach wie vor im Amt und zudem eine der aktivsten Mitglieder des Gesamtbetriebsrats von Toys R Us.

Wir gehen davon aus, dass Baquar I. mit Absicht nach Würselen zurück beodert wurde. Sein Auftrag: Mona fertigmachen, die Belegschaft einschüchtern und spalten. Die ver.di-Streikhochburg schleifen. Aufgrund öffentlichen Drucks ist der Mobber Ende November 2017 – erst nach mehreren Monaten –  aus der Filiale abgezogen worden. Wir wollen, dass er nie mehr zurück kehrt.

Wer steckt dahinter?

Das Aachener Komitee „Solidarität mit Mona“ in ein unabhängiger Zusammenschluss engagierter Bürger und Mitglieder folgender Organisationen: aktion./.arbeitsunrecht, Die Linke und ver.di. Das Komitee ist offen für weitere Gruppen, Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen. Es ruft betroffene und interessierte Lohnabhängige und ihre Angehörigen auf, sich anzuschließen!

Die aktion./.arbeitsunrecht – Initiative für Demokratie in Wirtschaft & Betrieb ist ein bundesweiter Verein, der für Arbeitsrechte als Menschenrechte streitet und Union Busting bekämpft – die gezielte Zermürbung von Betriebsräten und Verhinderung gewerkschaftlicher Organisierung mit Hilfe professioneller Dienstleister. Mehr lesen: https://aktion.arbeitsunrecht.de/


Weitere Informationen:

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