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Aufstehen und widersetzen: für Demokratie und Menschenrechte am Arbeitsplatz!

In nur 9 Prozent aller Unternehmen besteht überhaupt ein Betriebsrat. Hochbezahlte Profis verhindern die Wahl neuer Betriebsräte.

Eine Folge dieser Misere: Unternehmer erpressen in Deutschland jährlich eine Milliarde unbezahlte Überstunden. Sie verletzen damit täglich millionenfach das Arbeitszeitgesetz, zudem das Mindestlohngesetz, das Teilzeit- und Befristungsgesetz, das Arbeitsschutzgesetz – zu 99,9 Prozent straflos.

Während Konzerne bundesweit agierende Rechtsfirmen mit einer kohärenten Union Busting- und Anti-Organizing-Strategie betrauen, die selbstverständlich auch Litigation-PR (Beeinflussung der Meinung im Gerichtssaal), Agenda Cutting (unliebsame Themen + Konflikte von der Tagesordnung streichen) und Lobbyismus beinhaltet, agieren die meisten Anwälte von Betriebsräten und Gewerkschaften ohne bundesweiten Austausch auf lokaler und regionaler Ebene – oftmals ohne strategische Absprachen.

Die Partei der Lohnabhängigen ist in einer ungünstigen Rolle: Es gilt, Angriffe abzuwehren und das Schlimmste zu verhindern. Zahlreiche Kämpfe, die Beschäftigte, Betriebsräte und ihre Rechtsanwälte mit der Unternehmensseite führen müssen, sind in hohem Maße asymmetrisch.

Beschäftigte, Betriebsräte, Gewerkschafter und ihre Anwälte entwickeln trotz ihrer schwierigen Ausgangslage effektive Strategien, um den Kopf im Betrieb über Wasser zu halten oder zumindest ihre Haut so teuer wie möglich zu verkaufen. Sie machen wertvolle, oft auch schmerzhafte Erfahrungen. Doch mangelt es bundesweit an Austausch, Reflektion, Theoriebildung und Debatte.

Die Konferenz soll einen Beitrag leisten, die Lücke auf Seiten der Beschäftigten und gewerkschaftsnahen Arbeitsrechtler*innen zu schließen.

Ergänzend zur klassischen Gewerkschafts- und Betriebsratsarbeit hoffen wir auf einen Aufbruch für Arbeitsrechte als Menschenrechte, um eine Trendwende für bessere Arbeitsbedingungen und demokratische Verhältnisse in Wirtschaft und Betrieb einzuleiten.

Dieser Aufbruch muss politisch vorbereitet werden und juristisch fundiert sein.


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Anmeldung: buero@arbeitsunrecht.de | Telefon: 0221. 888 69-002 | Die Konferenz ist nicht öffentlich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

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