Umfrage: Bekämpfung von Betriebsräten?

aktion./.arbeitsunrecht und CORRECT!V starten Online-Erhebung

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Betriebsratsgründung verhindert? Betriebsratsarbeit zur Hölle gemacht?

In den letzten Jahren mehren sich Berichte von Unternehmen, die die Arbeit von Betriebsräten behindert oder die Gründung eines Betriebsrats unmöglich gemacht haben. Betriebsratsmitglieder wurden mit Wellen von Abmahnungen und Kündigungen systematisch zermürbt oder die Arbeit des ganzen Gremiums blockiert. In manchen Fällen wird bereits die Wahl eines Betriebsrates mit juristischen Winkelzügen verhindert. Engagierte Beschäftigte sehen sich Mobbing und Schikanen ausgesetzt.

Die Initiative aktion ./. arbeitsunrecht e.V. und das Recherchebüro CORRECT!V tragen in einer Online-Umfrage erstmals belastbares Zahlenmaterial zu diesem Phänomen zusammen.

Dazu suchen wir Betriebsratsmitglieder, denen Unternehmen und ihre Anwälte das Leben und den Arbeitsalltag zur Hölle machen oder gemacht haben. Ferner interessieren uns gescheiterte Gründungsversuche von Betriebsräten.

Wir brauchen Ihre Hilfe:

  • Haben Sie Fälle von Behinderung der Betriebsratsarbeit erlebt?
  • Haben Sie Bekannte oder Kollegen, denen so etwas passiert ist?
  • Helfen Sie, das Ausmaß von Rechtsbrüchen in der Arbeitswelt offenzulegen!

Füllen Sie unseren Fragebogen aus! Ihre Identität wird dabei von uns als erfahrenen investigativen Journalisten und Sozialforschern strengstens geschützt.

Zum Online-Fragebogen: Betriebsratsbekämpfung in Deutschland?

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3 Kommentare zu “Umfrage: Bekämpfung von Betriebsräten?
  1. Betriebsrat Städt. Klinikum Brandenburg GmbH sagt:

    Sehr gute Aktion und ich begrüße es ausdrücklich, dass das Thema beim ver.di Bundeskongress im September auf der TO steht. Zumindest gibt es einen Antrag. Wir sind seit Jahren gebeutelt und unsere Verfahren werden immer grotesker. Auch wir sind ein sehr aktiver BR und scheuen uns nicht, z. B. Einigungsstellenverfahren zu führen. Die Kosten werden uns nunmehr öffentlich vorgehalten.

    Unsere BR-Wahl 2014 wurde angefochten und das LAG hat sie trotzdem im April für rechtmäßig erklärt. ;) Das eigentliche Ziel ist es aber, uns mit solchen Verfahren zu zermürben und uns von der eigentlichen Arbeit abzuhalten. Zur Wahlanfechtung gesellen sich noch weitere Verfahren, auch in der Vergangenheit, eigentlich seit 2006. Aus den beiden letzten Jahren kommen noch 2 Ausschlussverfahren des BR-Vorsitzenden (1. 2014, 2. 2015)hinzu. Initiiert durch Betriebsrätinnen der arbeitgeberseits ins Rennen geschickte Listen und den Arbeitgeber selbst. Abmahnungen und Anhörungen zu Kündigungen der freigestellten Mitglieder gehören fast schon zur TO. Der Arbeitgeber und eine Betriebsrätin haben zwei freigestellte BR bei der Staatsanwaltschaft angezeigt, ein Aktenzeichen liegt noch nicht vor. Unser Vorsitzender wehrt sich dagegen mit einer eigenen Verleumdungsklage gegen die Anzeigenden.

    Wir haben heute mehrere Verfahren gemeldet, Wobei wir sicherlich etwas vergessen haben. ;) Beteiligt euch, damit eine ordentliche Datenbank aufgebaut werden kann.

  2. redaktion01 sagt:

    Lieber Stephan!

    Tatsächlich sind Aktenzeichen der Rohstoff, nach dem wir hier schürfen.

    Uns interessieren aber nicht nur Aktenzeichen von Gerichtsverfahren, sonderen auch Anzeigen, die von euch oder gegen euch gestartet wurden. Oft kommt es gar nicht zu Prozessen, da diese Verfahren bei der Staatsanwaltschaft versauern. Dennoch bekommen auch Anzeigen, die im Sande verlaufen, erstmal ein Aktenzeichen. Das müsstet ihr uns nennen. Damit wollen wir dann ggf. weiter recherchieren.

    Hat es nicht Abmahnungen und Kündigungen in eurem Fall gegeben? Welche Aktenzeichen hatten diese?

    Mit solidarischen Grüßen
    Elmar Wigand

  3. Stephan H. sagt:

    Liebe KollegInnen,
    eure Initiative ist total Klasse, weil leider notwendig. Ich bin selber BR und habe viel Druck, Dreck und Beeinträchtigungen erleben müssen. Es war oft schrecklich. Meine Frage ist: Kann man sich denn nicht an der Befragung über BR-Diskriminierungen beteiligen, wenn man keine Aktennummer vom Gericht hat? Unser Fall war leider nicht vorm Gericht. Wir mussten so kämpfen.

    Heitere Grüße
    Stephan H.

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