Logistik-Fachportal zitiert die Kampaignerin der Aktion gegen Arbeitsunrecht Jessica Reiner.
Es geht um anscheinend skandalöse Zustände bei der Spedition „Team-Wilking“ (arbeitsunrecht.de berichtete) und den verlorenen Kündigungsschutz-Prozess eines gefeuerten LKW-Fahrers vor dem Arbeitsgericht Herne.
Der Redakteur Jan Bergrath schreibt: <<Auf Nachfrage hat mir Jessica Reisner nun ihre Sicht des Verfahrens genannt:
„Es endete mit einem sehr unbefriedigenden Urteil“, so Reisner. „Ich hätte mir vom Richter mehr kritische Nachfragen in Richtung Wilking gewünscht. Die Verhandlung zeigte aber auch, was viele Angestellte unterschätzen: Arbeitsgerichte fokussieren sich bei Kündigungsschutzverfahren ganz auf den vom Unternehmen genannten Kündigungsgrund. Grundsätzliche Fragen zu Arbeitsklima und -bedingungen spielen in der Regel keine Rolle.
Gekündigte brauchen deshalb einen absolut verlässlichen Anwalt, der Konstrukte, die lediglich dazu dienen sollen, Betriebsratsgründer oder unliebsame Beschäftigte zu entsorgen, bereits in den Schriftsätzen zweifelsfrei zerlegt. Das Urteil ist ein Geschenk an Unternehmen, die Betriebsratsgründungen unterlaufen wollen.“>>
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Quelle
Jan Bergrath: Lkw-Fahrer erhebt Kündigungsschutzklage – Der einzige Zeuge, eurotransport.de, 7.8.2025, https://www.eurotransport.de/fahrer/meinung/lkw-fahrer-erhebt-kuendigungsschutzklage-der-einzige-zeuge/

