Botanischer Garten: FU Berlin betreibt Lohndumping

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Union Busting per betriebsbedingter Kündigungen und Fremdvergabe | Proteste vor Gericht angekündigt

Sieht gut aus, stinkt aber zum Himmel. Der Titanwurz ähnelt der Personalpolitik der FU Berlin im Botanischen Garten. Er beeindruckt durch ausgeprägten Aasgeruch.
Sieht gut aus, stinkt aber zum Himmel. Der Titanwurz ähnelt der Personalpolitik der FU Berlin im Botanischen Garten. Er beeindruckt durch ausgeprägten Aasgeruch.

Die Angestellten der Betriebsgesellschaft des Botanischen Gartens der Freien Universität Berlin (BG BGBM) kämpfen seit Monaten um die finanzielle Gleichstellung mit Ihren KollegInnen, die nach dem Tarifvertrag für die Landesbeschäftigten (TV-L) bezahlt werden (wir berichteten).

Seit Februar 2015 laufen Verhandlungen zwischen ver.di und der BG BGBM, bei denen die Freie Universität (FU) Berlin mit am Tisch  sitzt. Bisher konnte keine Einigung erreicht werden.

Auch im aktuell vorliegenden Angebot würden die Einkommen der Beschäftigten der Betriebsgesellschaft im Besucherservice – ähnlich wie in anderen Bereichen – offenbar nur 61 Prozent der Lohnhöhe ihrer KollegInnen betragen.

Nun will die Geschäftsführung ihre unzufriedenen Mitarbeiter offenbar durch betriebsbedingte  Kündigungen und die Vergabe ihrer Aufgaben an Fremdfirmen loswerden.  Die Beschäftigten hoffen deshalb auf zahlreiche solidarische Unterstützer_innen, die zur öffentlichen Sitzung des Kuratoriums kommen:

Wo? Sitzungssaal des Akademischen Senats im Henry-Ford-Bau, Garystraße 35, 14195 Berlin-Dahlem
Wann? Mittwoch, den 16.12.2015 ab 10:00 Uhr

Auf der öffentlichen Sitzung wird laut Verdi-Pressemitteilung vom 11.12.2015 ein Bericht des Präsidiums an das Kuratorium vorgestellt, in dem es auch um die mögliche Kostenersparnis durch Ausgliederung gehen soll.

Die „Betriebsgesellschaft für die Zentraleinrichtung Botanischer Garten und Botanisches Museum“, ist ein 100%iges Tochterunternehmern der Freien Universität Berlin. Unter den 31 Beschäftigten, die nun eine betriebsbedingte Kündigungen fürchten, sind fünf Betriebsratsmitglieder, ein Mitglied der Schwerbehindertenvertretung und fünf Mitglieder der Tarifkommission.

Wer sich solidarisch zeigen will, kann der Geschäftsführung hier seinen Unmut kund tun.


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... hätten wir ein ernstes Thema zu besprechen.
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