KStA: Klage gegen Lieferando vor Arbeitgericht

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Kölner Stadt-Anzeiger zitiert aktion ./. arbeitsunrecht.

Die Journalistin Rebecca Lessmann berichtete am 29.9.2021 über einen Prozess vor der Kölner Arbeitsgericht (Aktenzeichen 15 Ca 2987/21). Lieferando weigerte sich mit einem abstrusen Schriftsatz, die Reparatur eines Handys zu bezahlen, das durch einen Arbeitsunfall beschädigt wurde. Da Liefeando nicht erschein, entschied das Gericht zu Gunsten des Riders Leon A.

Zitat KStA:

[…] seitens der Beklagten bleibt man dem Prozess fern. Der Besucherraum hingegen ist gut gefüllt: Der Verein Aktion Arbeitsunrecht hatte zur Prozessbeobachtung aufgerufen. ‚Der Fall ist ein Präzedenzfall‘, erklärt der Verein. ‚Wenn Leon siegt, können sich alle anderen Rider in Zukunft auf das Kölner Urteil berufen. Deshalb ist der Fall brisant.“

Quelle: Rebecca Lessmann: Klage gegen Lieferando vor Arbeitsgericht, KStA, 30.9.2021. (Leider hinter der Bezahlschranke versteckt.) Hier finden Sie unseren Prozessbericht vom 29.9.2021.


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Nachtrag: Dem Leipziger Arbeitsrechtsanwalt Danilo Friedrich-Goodall, der die absurde Prozesshanselei maßgeblich angezettelt hat, soll Lieferando inzwischen das Mandat entzogen haben, so ist aus dem Umfeld des Kölner Betriebsrats zu entnehmen. 


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2 Kommentare

  1. erinnert mich an meine frühere Tätigkeit mein „Morgengold“
    Geradezu gezwungen (und extrem dumm) mit dem eigenen PKW als „Selbstständiger“ deren Produkte auszuliefern, selbst wenn die Wetterverhältnisse für mich persönlich untragbar waren.
    Eines Tages bin ich dann um 3:00 Morgens bei extremen Glatteis verunfallt und der Schaden am eigenen PKW betrug über 3000€ – mehr als ich in einem halben Jahr durch den Nebenjob verdient habe.
    Ich wollte nicht, war aber „vertraglich“ dem Unternehmen verpflichtet unabhängig jeder „Situation“ die Kunden zu beliefern. Incl. Strafsanktionen. Boah .. war ich blöd!!!

    Never ever – niemals privates Eigentum zur Gewinnmaximierung eines anderen Unternehmens einsetzen. Kann ich nur warnen!

  2. Ein unternehmen muß sowieso pro Bundesland eine Gewerbeberechtigung haben .. zumindest wird es so von einheimischen Unternehmer die eine Filiale machen möchten verlangt. .. bei groß Konzernen eher nicht … also wo hat das Headoffice ein problem mit der Gewerkschaft … wenn eh angeblich alles sauber läuft .. aber alles nach US-Vorbild. machen … aber anscheinend ist das ganze app-system nicht sauber genung und es fehlen einige Grundlagen … oder angst dass er mehr für die leut zahlen muß und sein gewinn kleiner wird… für die Aktionäre die die jungen ausbeutet … damit deren Frauen das geld sinnlos an der cote-irgendwo ausgeben können…

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