Natus kündigt Betriebsrats-Aktivisten

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Trier: Firma will offenbar Betriebsratsgründung mit unfairen Methoden vehindern / IG Metall wehrt sich

Schilder wie dieses wurden nachts entfernt

Je größer ein Betrieb, desto schwerer ist es für das Management für gewöhnlich, die Gründung eines Betriebsrats zu verhindern. So gesehen hat der Trierer Betrieb Natus mit rund 600 Beschäftigten schon eine stolze Leistung vollbracht. Im Juni 2012 gibt es –  50 Jahre nach der Gründung –  immer noch keine gewählte unabhängige Arbeitnehmervertretung. Um das zu ändern haben sich einige Kollegen zusammen getan. Wie der Trierer Volksfreund am 27. Juni 2012 berichtet, versucht der Hersteller von Schaltanlagen eine anstehende Betriebsratsgründung mit unfairen Mitteln im letzten Moment zu verhindern: 

„Da liegt einiges im Argen“, sagt Gewerkschaftssekretär Patrick Georg. Die Bezahlung sei deutlich unter Tarif, das Lohngefüge ungerecht, und es mangele beim Umgang mit den Mitarbeitern an Respekt, sagt er. Zudem hat es laut Georg Kündigungen gegeben. Auch für vier IG-Metall-Mitglieder. „Ausgerechnet diejenigen, die sich für die Einführung eines Betriebsrats engagiert haben“, sagt der Gewerkschafter

Neben der Kündigung von Betriebsrats-Gründern sind, laut Volksfreund, auch Plakat der IG Metall, die für die Betriebsratswahl warben, gestohlen worden. Nachdem die Gewerkschaft Strafanzeige stellte, tauchten sie wieder auf.

Zu den Kündigungen schreibt die IG Metall auf ihrer Natus-Aktionsseite:

Im Mai 2012 entließ Natus vier Gewerkschaftsmitglieder, 3 davon betriebsbedingt ohne Rücksicht auf Betriebszugehörigkeit und unterhaltspflichtige Kinder, einen weiteren Kollegen fristlos.

Besonders auffällig hierbei ist, dass sich unter den gekündigten Kollegen ausgerechnet diejenigen befinden, die sich besonders stark für einen Bertriebsrat im Betrieb engagierten.


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Aus unserer Sicht will die Firma Natus hierdurch Angst im Betrieb verbreiten und ein weiteres Mal die Betriebsratswahl verhindern.

Doch trotz dieser Angst der Belegschaft ist der Wille vieler Beschäftigter, dass es endlich einen Betriebsrat geben soll, ungebrochen.

Für den 28. Juni 2012 steht eine Belegschaftsversammlung an, auf der das Verfahren zur Betriebsratsgründung voran getrieben werden soll.

Die IG Metall hat eine Seite eingerichtet, auf der Solidaritätsadressen eingestellt werden können.


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