Wombat`s Hostel Berlin: Protest gegen Auslagerung zieht Kreise

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Beschäftigte und Unterstützter*innen informierten Gäste und Passanten

Beschäftigte des Botanischen Gartens Berlin zeigten sich solidarisch mit den Wombat´s-Beschäftigten. Auch sie kämpften erfolgreich gegen Auslagerung.

Eine kleine Gruppe von Beschäftigten und Unterstützer*innen protestierte am Montag, 4. Februar 2019 vor dem Wombat’s Hostel in Berlin gegen die geplante Auslagerung des Reinigungsteams an die Firma EAK GmbH / Thalhammer Gebäudereinigung. Zum selben Zeitpunkt sollten Verhandlungen stattfinden; der Unternehmeranwalt Hartmut Brandt, Kanzlei Friedlein & Partner sagte jedoch kurzfristig ab.

Da wir solcherlei Terminverschiebungen kennen – oft handelt es sich um Finten, die Protest ins Leere laufen lassen sollen – fand der Protest trotzdem statt. Der nächste Verhandlungstermin ist für Mittwoch, 20.02.2019 angesetzt. Wir bitten solidarische Unterstützer*innen, diesen Termin schon vorzumerken!

Auslagerungen sind Mist! Solidarität durch Beschäftigte der BVG und des Botanischem Gartens

Unter den Unterstützer*innen war unter anderem Beschäftigte der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Die BVG lagert Reinigungsaufgaben schon seit Mitte der Neunziger aus, ein halbes dutzend Subunternehmen sollen im Einsatz sein. Darunter die Gebäude- und Verkehrsmittelreinigung GmbH & Co. KG (GVR).  Die Zeit berichtet in einem Beitrag vom 24.10.18, wie die GVR einem Beschäftigten Zuschläge vorenthalten und Urlaubs-, sowie Weihnachtsgeld nicht gezahlt hat (Niedrig ist nicht billig genug).

Die Beschäftigten des Botanischen Gartens der Freien Universität Berlin (FU)  zeigten sich ebenfalls solidarisch (siehe Soli-Foto). Auch hier wurde das Reinigungsteam ausgelagert, als die Beschäftigten 2016 für einen Tarifvertrag kämpften. Hier, wie in anderen Einrichtung der Freien Universität Berlin putzt nun die Firma Gegenbauer.

Die Auslagerung von Beschäftigten des Botanischen Gartens hat der Berliner Senat aufgrund anhaltender Proteste dagegen zurückgenommen (siehe Freie Universität Berlin will Beschäftigte wieder in die FU eingliedern, Klasse gegen Klasse). Denn Kosten sind auf diesem Wege nicht zu sparen. Daraus macht auch die Wombat´s Geschäftsführung keinen Hehl. Es geht um eine Machtdemonstration, Spaltung der Belegschaft und Schwächung des Betriebsrats.

Die Wiedereingliederung in den Betrieb der FU ist für die Beschäftigten des Botanischen Gartens mit großen finanziellen Vorteilen verbunden, weil sie seitdem nach Landestarifvertrag bezahlt werden.


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Wie geht es weiter, Herr Yalcinkaya?

Von der geplanten Auslagerung bei den Wombat’s wären acht langjährig Beschäftigte betroffen, zum Großteil Frauen zwischen 50 und 60 Jahren. In der neu gebildeten Firma EAK GmbH wären sie die zunächst die einzigen Berliner Beschäftigten. Damit wäre die Firma ein Kleinbetrieb, in dem das Kündigungsschutzgesetz keine Anwendung findet.

Die aktion ./. arbeitsunrecht wartet derweil auf eine Stellungnahme des Geschäftsführers der EAK GmbH Mustafa Yalcinkaya, dessen Firma die Reinigungskräfte des Wombat´s Berlin voraussichtlich übernehmen soll.

Wer die Beschäftigten der betroffenen Betriebe solidarisch begleiten möchte, findet hier mehr Infos:

 


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