XXXLutz: 99 Beschäftigte wie räudige Hunde vom Hof gejagt

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Arbeitsrichter findet das offenbar normal | Proteste gegen Skandal-Möbel-Kette

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Der überdimensionierte rote Stuhl ist ein Markenzeichen der Skandal-Kette XXXLutz. Sie gehört skrupellosen Brüdern aus Österreich.

Die Möbelkette XXXLutz ist seit Jahren für rabiate bis menschenverachtende Praktiken gegenüber Mitarbeitern bekannt.

Am 1. Februar 2016 feuerte das Möbel-Unternehmen 99 Beschäftige eines Zentrallagers der Tochter XXXL-Mann Mobilia in Mannheim-Vogelstang auf außergewöhnliche Weise. Die Angestellten wollten morgens um 6:30 Uhr wie gewohnt zur Arbeit, als den verdutzten Kollegen  Sicherheitskräfte und die Geschäftsleitung den Weg versperrten und ihnen ein Schreiben in die Hand drückten, wonach sie ab sofort „von der Verpflichtung der Arbeitsleistung freigestellt“ seien (Mannheim24.de, 1.2.2016).

Ver.di veranstaltet eine Protest-Kundgebung gegen diese Wildwest-Methoden: Samstag, 27. Februar 2016, ab 11 Uhr  auf dem Paradeplatz, Mannheim.

Drei Tage nach der skandalösen Massenentlassung hatten die KollegInnen bereits eine Demonstration durchgeführt, die vor den Personaleingang von XXXL-Mann Mobilia zog. Der anwesende XXXL-Boss Richard Seifert machte laut Pressebericht von seinem Hausrecht Gebrauch und instruierte die Polizei, seine (Ex-)Mitarbeiter mit einem Platzverweis zu belegen und vom Hof des Unternehmens führen.

Leider schweigen sich Presse und Gewerkschaft darüber aus, wer die Anwälte und Berater der XXXL-Geschäftsleitung sind. (Für Hinweise sind wir dankbar, bitte Kommentarfunktion nutzen)

Katharina Grimm beleuchtet im im Stern vom 8. 2. 2016 die zwielichtig anmutenden Geschäftspraktiken der österreichischen Brüder Andreas und Richard Seifert, denen das XXX-Lutz-Imperium gehört.

Durchschnittlich sechs Möbelhäuser schluckt der Gigant angeblich pro Jahr; der Umsatz wächst weit schneller als der stark umkämpfte Möbel-Markt. Auf dem Rücken der Beschäftigten sollen dennoch üppige Profite erwirtschaftet werden.

Schlappe vor Arbeitsgericht

Vor dem Mannheimer Arbeitsgericht setzte es am 16. 2. 2016 eine erste Schlappe für die Beschäftigten, den Betriebsrat und ihre Gewerkschaft ver.di. Arbeitsrichter Holger Willer sah keine Notwendigkeit den Betriebsrat über die geplante Massenentlassung rechtzeitig zu informieren (Mannheim24, 16.2.2016). Die rund 250 Anwesenden im Gerichtssaal waren empört. Ver.di versucht, XXXLutz mit einer Solidaritäts-Postkarte unter Druck zu setzen, die hier herunter geladen werden kann.

Wir berichteten bereits im April 2014 über systematische Betriebsrats-Verhinderung und andere skandalöse Zustände bei XXXLutz: Frontberichte 05/2014.


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1 KOMMENTAR

  1. Beim Termin des BR von XXXLutz in Mannheim, wurde die Geschäftsleitung von RA Dr. Kommandeur, aus Düsseldorf, vertreten.

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