arbeitsunrecht FM Nr. 31 | News + #Freitag13-Interviews mit KAB und FAU Hannover

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Radio. Podcast. Hier anhören + downloaden. Playlist, Hintergrund-Infos & Links.

Radio-Sendung (60:00 mit Musik) 

Podcast (43:19 ohne Musik)

Inhalt

News zur Arbeitsunrecht und Union Busting: Behinderung der Betriebsratsarbeit bei Primark | Kaufland bietet Betriebsratsvorsitzendem 150.000,- Euro + 2 Jahre Freistellung | Orpea/Seniorenresidenz Lenzinghausen/Seniorenresidenz Klosterbauerschaft: Pfleger meldet Missstände an Heimaufsicht und wird abgemahnt | Tödliche Explosion bei Currenta: Wer sind die Toten? – Aktion gegen Arbeitsunrecht fragt nach | Schwere Hygienemängel bei Gorillas in Berlin? Gesundheitsamt wird aufgrund unserer Meldungaktiv

Interview: Elmar Wigand spricht mit Michael von der Freien ArbeiterInnen Union FAU Hannover und Ansagar Moenikes von der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung KAB | Die FAU Hannover und KAB Deutschland unterstützen den Aktionstag gegen ausbeuterische und unsichere Arbeitsverhältnisse in der Plattform-Ökonomie und den Aktionstag gegen Union Busting und Lohndumping bei Gorillas und Lieferando. Warum sind diese beiden sehr verschiedenen Gruppen dabei? 


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Playlist

Interpret — Titel / Lizenz

  1. Ivan Ivanovich and The Kreml Krauts — Velosiped / CC-BY-NC-ND
  2. My Gruni Allstars — Das Gespenst der Enteignung / CC-BY-NC
  3. Jackson F. Smith — Cantina Rag / CC-BY-NC-ND
  4. Cullah — Unam Sanctam / CC-BY
  5. Hash — Poet / CC-BY-NC-ND

Rechtlicher Hinweis: Der komplette Inhalt darf für nicht-kommerzielle Zwecke frei genutzt, herunter geladen und weiter verbreitet werden. Die Aktion gegen Arbeitsunrecht muss als Urheber genannt werden. Lizenz der Wortbeiträge: CC BY-NC | Creative Commons Namensnennung-Nicht kommerziell 4.0 International | Auch die Musik ist frei verfügbar (Lizenzen siehe oben).


Links / Quellen / Hintergrund-Informationen

Union Busting bei Primark Hannover

Kaufland Rödermark will Betriebsratsvorsitzenden kaufen und bietet 150.000,- Euro + Freistellung

Orpea/Seniorenresidenz Klosterbauerschaft / Seniorenresidenz Lenzinghausen

Currenta-Explosion: Wer sind die Toten?

Am 27.07.2021 kam es in Leverkusen auf dem Gelände der Sondermüllverbrennungsanlage Currenta zu einem schweren Explosionsunglück. Die bisherige Blianz: 6 Tote, eine vermisste Person und 31 zum Teil schwer Verletzte Arbeiter*innen.

Uns irritierte vom ersten Augenblick an die ein seltsamer Unterton in der Berichterstattung. Das Krisenmanagement schaffte es den Eindruck zu erwecken, dass Currenta in irgendeiner Form Opfer eines Unglücks sei. Das machte uns stuzig. Offensichtlich kam es bei der Firma zu schweren Fehlern, die 6 Arbeiter töteten und viele weitere schwer verletzten.

Gemeinsam mit der Coordination gegen Bayer-Gefahren haben wir deshalb zwei Anfragen gestellt:

In einer Anfrage an die Firma Currenta, die bislang unbeantwortet blieb fragen wir explizit nach der Art der Tätigkeit, die die Verunglückten zum Zeitpunkt der Explosion ausführten. Außerdem wollen wir wissen, wie hoch der Anteil von Fremdarbeitern bei der Firma ist und wie viel Personal seit der Übernahme durch den Investor Macquarie im April 2020 eingespart wurde.

Wir halten gerade die Frage nach den Fremdarbeitern für wichtig, weil wir aus Gesprächen mit Beschäftigten wissen, dass auch in der chemischen Industrie Leih- und Werkvertragsarbeiter, sowie Beschäftigte von Sub-Unternehmen, oft aus osteuropäischen Ländern, regelrecht verheizt werden.

Eine weitere Anfrage stellten wir an die WDR-Intendanz. Hier ging es uns vor allem um die Art der völlig unkritischen Berichterstattung. Currenta selbst bietet sich als Dienstleister für Krisenmanagement- und Kommunikation nach Industrie-Unglücken an und wirbt offensiv damit, im Ereignisfall alle kommunikativen Prozesse zu managen und alle Informationskanäle zu bedienen. Genauso wirkte die Berichterstattung: Es schien, als würden schlicht Pressemeldung von Currenta verlesen.

Auch diese Antwort steht noch aus, aber immerhin schickte die Intendanz eine Eingangbestätigung und versprach sich zu erklären.

Misstrauen scheint mehr als angebracht. Laut WDR soll es bereits vor der Explosion Unregelmäßigkeiten gegeben haben. Zeugen zufolge sei kurz vor dem Unglück Alarm ausgelöst worden. Womöglich handelt es sich bei den Getöteten um die Personen, die ausgerückt waren, um das Problem zu untersuchen. Wie der Ablauf genau war, ist Teil der laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen unbekannt wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und fahrlässiges Herbeiführen einer Explosion.

Schwere Hygienemängel in Berliner Gorillas-Lager? Bezirksamt Pankow bestätigt Corona-Fälle


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