Gorillas-Streik: Falschbehauptungen durch „Klasse gegen Klasse“

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Die Aktion gegen Arbeitsunrecht fordert Unterlassung und wünscht sich konstruktive, solidarische Kritik.

Eine Gegendarstellung zu falschen Zitaten und Ableitungen.

Der Verein Aktion gegen Arbeitsunrecht hat kein Problem damit, kritisiert zu werden, gerne auch scharf. Wer austeilt, sollte auch einstecken können. Aus dem eigenen Lager — der Seite der Betriebsräte, Gewerkschaften und Lohnabhängigen — wünschen wir uns eine Kultur der solidarischen und konstruktiven Kritik. Wir sind keine Mimosen. Aber wir wehren uns gegen schmutzige Methoden.

Im Oktober 2021 kam es zu Falschbehauptungen durch eine politische Gruppierung namens „Klasse gegen Klasse“ (KgK), die vor allem in Berlin an gewerkschaftlichen Kämpfen und Arbeitskonflikten teilnimmt. Konkret wehren wir uns gegen den Beitrag eines gewissen Stefan Schneider vom 20. Oktober 2021. (1)

In dem fraglichen Beitrag (hier als pdf) geht es um einen viel beachteten Streik beim Lieferdienst Gorillas in Berlin im Jahr 2021 und eine adäquate Strategie gegen Massenentlassungen als Union Busting-Maßnahme.


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„Klasse gegen Klasse“ verbreitet folgende Falschbehauptungen; der presserechtlich unzulässige Teil ist unterstrichen:

„Es gilt auch für die „aktion ./. arbeitsunrecht“, die den ver.di-Apparat als bürokratisch anklagt – eine Kritik, der wir zweifellos zustimmen –, daraus aber ableitet, dass ver.di sich aus dem Kampf heraushalten sollte, anstatt im Gegenteil die materiellen Kräfte aufzubauen, um den Apparat dazu zu zwingen, gegen die Entlassungen alle Hebel in Bewegung zu setzen.“

Und später:

„Leider gibt es sowohl in der FAU als auch bei der „aktion ./. arbeitsunrecht“ Positionen, entweder ver.di und ihre Mitglieder aus dem Arbeitskampf fernhalten zu wollen, oder den sozialpartnerschaftlichen Bürokratismus des ver.di-Apparats zwar verbal zu kritisieren, aber bei dieser Kritik stehenzubleiben, ohne alles zu versuchen, um die ver.di-Mitglieder gegen ihre bürokratische Führung und für eine Einheitsfront im Kampf zu organisieren.“

Hierzu ist festzuhalten, dass die aktion ./. arbeitsunrecht zu keinem Zeitpunkt den Verdi-Apparat als bürokratisch angeklagt hat. Es gibt keine derartige Äußerung von unserer Seite.

Ebenso unzutreffend ist, dass es in unseren Veröffentlichungen eine irgendwie geartete Ableitung gibt, dass Verdi sich aus dem Kampf heraushalten solle.

Ebenfalls unzutreffend ist, dass es bei der Aktion gegen Arbeitsunrecht Positionen gibt, nach denen entweder Verdi und ihre Mitglieder aus dem Arbeitskampf ferngehalten werden sollen oder Äußerungen, die „den sozialpartnerschaftlichen Bürokratismus des ver.di-Apparats verbal kritisiert“. Wo auch immer „Klasse gegen Klasse“ und ihr Herausgeber Stefan Schneider diese Äußerungen gefunden haben wollen, in Veröffentlichungen der aktion ./. arbeitsunrecht nicht.

Alle diese Behauptungen über uns sind somit unwahr. Wir erwarten, dass sie unterbleiben.

Wir erwarten eine Gegendarstellung. Wir fragen uns, wo dieser Bullshit herkommt und welchen Zweck diese offensichtlichen Falschbehauptungen erfüllen.

Richtig ist, dass wir ganz allgemein eine Belebung der Streikkultur in Deutschland anstreben. Dafür braucht es aktive Gewerkschaften. Wir kooperieren in diesem Sinne auf verschiedensten Ebenen mit verschiedenen Gewerkschaften. Diese Kooperation ist auch mit Verdi gelebte Praxis.

Eine Organisation, die in Zukunft wieder als vertrauenswürdige Kooperationspartnerin gelten will, sollte intern über Konsequenzen nachdenken und darlegen, wie solche Verirrungen zu Stande kommen und in Zukunft vermieden werden können. Wir sind gegenüber „Klasse gegen Klasse“ immer offen für Gespräche.


Anmerkungen

(1) Der Politologe Schneider ist im Impressum zugleich als Herausgeber (V.i.S.d.P.) der Webseite https://klassegegenklasse.org verzeichnet (hier präsentiert er sich auf twitter). Hinter der angegebenen V.i.S.d.P-Adresse von „Klasse gegen Klasse“ in Fulda verbirgt sich offenbar eine Art kostenpflichtiger Briefkastenfirma namens www.autorenservices.de. Das Geschäftsmodell dieses Impressums- und Pseudonymservices ist es, die Meldeadresse oder Anschriften von Autoren zu verdecken und postalische sowie Email-Anfragen gegen Gebühr weiter zu leiten. (Im Netz gibt es glaubhafte Berichte, die vor dieser Seite warnen.)


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... hätten wir ein ernstes Thema zu besprechen.
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