Düsseldorf: Reinigungsbaron Zingsheim vor Gericht

Solidarität mit Silermone! Hotel-Reinigungskräfte bitte melden!

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Eine mehrsprachige Website ruft Putzkräfte in Hotels zur Gegenwehr: Putzfrauen-Power. Ein mehrsprachiges Flugblatt wartet darauf, an Putzkräfte in Hotels verteilt zu werden: pdf

Die aktion ./. arbeitsunrecht ruft Beschäftigte, Gewerkschafter*innen und engagierte Bürger auf, die brasilianische Putzfrau Silermone N. bei ihrem Prozess gegen den Reinigungsunternehmer Karly Zingsheim und seine Firma Zingsheim Hotel-Service GmbH (ZHS) zu unterstützen.

Brisant an dem Termin: Das Arbeitsgericht Düsseldorf hat den Geschäftsführer des InterConti Düsseldorf Jörg Hubert Schmittem vorgeladen. Dieser muss Auskunft über dubiose Methoden in seinen Fluren geben und Abrechnungen vorlegen.

Kommt zum Prozess!

Wann? Freitag, 9. September 2016, 11:30 Uhr
Wo? Arbeitsgericht  | Ludwig-Erhard-Allee 21 | Saal 107 | 40227 Düsseldorf (direkt hinter dem HBf)

Protest vor Radisson Blu Media Harbour

Wann? Freitag, 9. September 2016, 15:00 Uhr
Wo? Hammer Str. 23 | 40219 Düsseldorf

Inzwischen hat das InterConti Düsseldorf die Firma Zingsheim vor die Tür gesetzt (Bericht vom 31.8.2016).  ZHS ist dennoch weiter in ganz Deutschland aktiv,  höchstwahrscheinlich immer nach dem selben Muster. ZHS arbeitet nach eigenen Angaben u.a. für Althoff, Radisson Blu, Maritim, InterConti, Dorint, Pullman.

Flugblätter und Website für Putzkräfte

Die aktion ./. arbeitsunrecht ruft Reinigungskräfte im Hotelgewerbe auf, Kontakt mit ihrem Kölner Büro aufzunehmen: 0221. 99 768 522.

Mitglieder und Unterstützer*innen mögen bitte mehrsprachige Flugblätter herunter laden (pdf), um Reinigungskräfte in Hotels anzusprechen. Zudem haben wir eine mehrsprachige Putzfrauen-Power-Website aufgesetzt: https://aktion.arbeitsunrecht.de/de/putzen

Hintergrund: Überstunden und Urlaubsgeld unterschlagen

Silermone hat 2015 im InterConti Düsseldorf gearbeitet, wo Zingsheim der Sub-Unternehmer für die Zimmerreinigung war. Sie fordert rund 6.000,- € an vorenthaltenem Lohn zurück (mehr zur Systematik, Bericht vom 9. Mai 2016)

Die aktion ./. arbeitsunrecht wurde bereits 2012 durch einen Bericht im Schwäbischen Tagblatt auf das System Zingsheim aufmerksam. Seither mehren sich Hinweise, die u.a. durch (ehemalige) Beschäftigte an uns heran getragen werden.

Die Untätigkeit der Behörden

Wenn wir die uns vorliegenden Einzelfälle hochrechnen, dann dürfte sich Karly Zingsheim in den vergangenen Jahren durch Lohnraub um mehrere Hundertausend Euro bereichert haben, wenn nicht sogar um Millionenbeträge. Es ist unverständlich, warum sich bislang anscheindend weder Staatsanwaltschaften noch die Zollfahndung dafür interessieren. Schließlich geht es nicht nur um Gesetzesverstöße, sondern auch um Hinterziehung von Steuern und Sozialabgaben.

Unternehmerkriminalität als Kavaliersdelikt?

Der Fall Zingsheim stellt das Gerechtigkeitsempfinden der hart arbeitenden Bevölkerung auf die Probe: Während Schwarzfahrer, Graffiti-Sprayer und Ladendiebe in Deutschland konsequent verfolgt werden, lassen Staatsanwälte und Steuerfahndung Unternehmer wie Karly Zingsheim jahrelang ungestört agieren. Offenbar wird hier mit zweierlei Maß gemessen.

Das Unverständnis steigt, wenn wir sehen, wie schamlos und unbefangen der Pferdezüchter und Gutsbesitzer Karly Zingsheim den Reichtum zur Schau stellt, den er auf so zweifelhafte Weise angehäuft hat. Man betrachte die Website seines Gestüts Forstwald, Blankenheim.


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