Freitag13: Median-Kliniken gewinnen mit Abstand

Reha-Konzern setzt sich vor OBI und Rossmann durch | Aufruf zu Protesten am 13. Januar 2017

Pressemitteilung, 1. Dezember 2016

Der Gesundheitskonzern Median-Kliniken GmbH hat mit deutlichem Vorsprung die Abstimmung zum Aktionstag Schwarzer Freitag gewonnen.

Insgesamt nahmen über 1.200 Personen an der Abstimmung teil, davon votierten 710 für Median.

Damit wird Median am Freitag, 13. Janaur 2017 zur Zielscheibe bundesweiter Proteste, die der Verein aktion./.arbeitsunrecht bereits zum vierten Mal [1] zusammen mit Unterstützer_innen und Solidaritätskomitees in ganz Deutschland durchführt.

Die Median-Kliniken GmbH hat sich für den Schwarzen Freitag aus folgenden Gründen qualifiziert:

  • flächendeckende Tarifflucht,
  • Union Busting + ökonomischer Terror durch willkürliche Betriebsschließung der Weserklinik in Bad Oeynhausen,
  • Rechtsnihilismus, indem Betriebsratsarbeit behindert und Gerichtsurteile ignoriert werden.
  • Systematische Zermürbungsversuche des Betriebsratsvorsitzenden Roland T. mit fingierten Vorwürfen, Bespitzelung und Schikanen.

Als juristischer Handlanger für das Median-Management fungiert die berüchtigte Münchner Kanzlei Beiten Burkhardt.


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Median: Profit-Gier stoppen!

Die aktion./.arbeitsunrecht fordert das Management der Median-Klinik GmbH dringend auf, den momentanen Kurs zu ändern. Median gibt seit Ende 2014 ein erschreckendes Beispiel für ungezügelte Profitgier im Gesundheitssektor. Wir meinen: Gesundheit ist keine Ware.

Gesundheit darf nicht zum Spielball für völlig überzogene Profitvorgaben aggressiver Finanzinvestoren und Immobilien-Heuschrecken werden, die sie durch Lohndumping und Entrechtung der Beschäftigten realisieren wollen. Zu einem nachhaltig erfolgreichen Gesundheitskonzern gehören an erster Stelle humane und respektvolle Arbeitsbedingungen, sowie ein anständiger Tariflohn.

Median gehört seit Dezember 2014 dem niederländischen Private Equitiy-Fonds Waterland. Dieser verkaufte sämtliche Klinik-Immobilien an den US-Immobilen-Trust Medical Properties Trust Inc. (MPT). Die Folge ist, dass Median seine Räume nun im Rückmietkauf (Sale-Lease-Back) zu überteuerten Konditionen bezahlen muss.[2]

Aufruf zum Widerstand vor und in Median-Kliniken

Die aktion./. arbeitsunrecht ruft Beschäftigte im Gesundheitssektor, Gewerkschafter, Betriebsräte und Bürgerrechtler auf, am 13. Januar 2017 vor und in Median-Kliniken das Gespräch mit Patienten, Beschäftigten und Leitungspersonal zu suchen. Damit die Menschen das wahre Gesicht von aggressiven Investoren wie Waterland und MPT sehen.

Stoppen wir gemeinsam die sozial schädliche, undemokratische und arbeitnehmerfeindliche Profit-Orientierung im Gesundheitssektor!


Gesammelte Informationen zu den gravierenden Problemen bei Median finden sie hier: https://aktion.arbeitsunrecht.de/de/freitag13/Januar2017/median

Für Interviews und Hintergrund-Gespräche steht ihnen Elmar Wigand in unserem Kölner Büro zur Verfügung: 0221.99 768 522


[1] Die vorangegangenen Aktionstage richteten sich gegen folgende Unternehmen: Freitag, 13. 03. 2016 – Toys ‘R’ Us & Malteser Clean Service | Freitag, 13. 11. 2015 – KiK & Kanzlei Dirk Schreiner + Partner | Freitag, 13. 03. 2015 – Neupack & Großkunden Milram + Lidl (Mehr dazu: https://arbeitsunrecht.de/freitag13/was-bisher-geschah/)

[2] MPT erwartet laut Branchen-Insidern zwischen 8% und 11% Rendite plus Inflationsausgleich. Quelle: refire-online.com, 10.11.2014.

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 Logo-Bewegungsstiftung-300pxl-72dpiDie Kampagne erfährt freundliche Unterstützung durch die Bewegungsstiftung.

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