Toys R Us: Management setzt auf gefürchteten Mobber

Spielwaren-Kette wehrt sich mit allen Mitteln gegen Tarifvertrag

In Würselen bei Aachen liegt eine der gewerkschaftlich aktivsten Filialen der Spielwarenkette Toys R Us in Deutschland. Jetzt beorderte das Management eine berüchtigte Leitungsfigur zurück in den Betrieb. Der stellv. Filialleiter war nach massiven Protesten und haarsträubenden Krankheitsfällen vor fünf Jahren nach Köln versetzt worden.

Nun kommt der gefürchtete Mobber offenbar als betriebsinterne Dampframme zurück nach Würselen, um die vorbildlich organisierte Belegschaft zu spalten und den Betriebsrat durch Mobbing zu zermürben.

Appelle an das Management, diese offensichtlich gewerkschaftsfeindliche Personalmaßnahme rückgängig zu machen, verhallten bislang wirkungslos.

Hintergrund

Toys R Us weigert sich seit Jahren, einen Tarifvertrag mit ver.di zu unterzeichnen. Die Kette zahlt miserable Löhne.

Die Toys R Us-Filiale in Würselen ist eine Streikhochburg. Die Würselener BR-Vorsitzende Mona E. gehört zu den aktivsten Arbeitnehmervertreterinnen der Kette und ist Mitglied des Gesamtbetriebsrats (GBR).

Toys R Us war Ziel des Aktionstags Schwarzer Freitag, 13. Mai 2016 (Hintergründe | Aktions-Bericht).

Print Friendly, PDF & Email
Veröffentlicht in Bossing/Mobbing, Mobbing | Schikanen | Kündigung Getagged mit: , , , , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*