Black Friday, 13. Dez: gegen Horror-Jobs im Einzelhandel!

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#FREITAG13: Protest in der Vorweihnachtszeit angekündigt.

  • Gegen Befristung, Werkverträge, Arbeit auf Abruf und andere Grausamkeiten im Einzelhandel.
  • Solidarität mit Verkäufer*innen + Regaleinräumern.
  • Weihnachtsmann-Brigaden und Stadtteilrundgänge in Berlin und Köln und anderen Städten geplant.

Presse-Mitteilung, 28. November 2019

Sehr geehrte Damen und Herren!

Der Verein Aktion gegen Arbeitsunrecht ruft zu Protesten am Freitag, 13. Dezember 2019 auf.

Erstmals nehmen wir am Aktionstag #FREITAG13 – zusammen mit aktiven Betriebsräten und befreundeten Gewerkschafts-Aktivisten – kein einzelnes Unternehmen aufs Korn sondern eine gesamte Branche: Den Einzelhandel.

Für Nachfragen, Hintergrundgespräche und Interviews stehe ich gern zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

Elmar Wigand, Presse-Sprecher | mobil: 0176.588 656 23


13. Dezember 2019: Schwarzer Freitag für den Einzelhandel

Vorweihnachtlicher Protest gegen Ausbeutung im deutschen Einzelhandel. Solidarität mit Beschäftigten

Die Vorweihnachtszeit ist die mit Abstand umsatzstärkste Zeit des Jahres für den Einzelhandel.

Die Aktion gegen Arbeitsunrecht ruft zu Weihnachtsmann-Brigaden und konsumkritischen Stadtteil-Rundgängen auf.

An schwarzen Schafen ist der Einzelhandel nicht arm: Aldi, Lidl, Kaufland, Real, Smyths Toys, Zara, H&M, Alnatura, Rossmann, Tedi …. Sie alle haben sich bereits durch Union Busting, Lohndumping und die massive Absenkung von Arbeitsrechten hervor getan.

Die Aktion gegen Arbeitsunrecht kritisiert die alljährliche Konsum-Propaganda rund um das Weihnachtsfest als verlogen. Die Idylle vom „frohen Fest“ gilt offenbar nicht für die Beschäftigten des Einzelhandels.

Die Initiative kritisiert die miserablen Arbeitsbedingungen einer durch Union Busting und Tarifflucht geprägten Branche:

  • zersplitterte Arbeitszeiten, die Familien und Partnerschaften zerrütten und Familiengründungen utopisch erscheinen lassen,
  • Löhne, die zum Leben nicht reichen und direkt in die Altersarmut führen,
  • Löhne, die vom Staat mit Hartz-IV aufgestockt werden,
  • Arbeit auf Abruf,
  • dauerhafte Knechtschaft in Kettenbefristung, Werkverträgen und Leiharbeit,
  • unbegrenzte Arbeitszeiten und grenzenlose Flexibilität auf Seiten der Beschäftigten.

In folgenden Städten sind Aktionen geplant:

  • Berlin
  • Köln
  • Magdeburg
  • Marburg
  • Plauen
  • Siegen

Weitere werden folgen.

Der Aktionstag Schwarzer Freitag, der 13 findet zum 9. Mal statt.

Vorangegange Proteste trafen Tönnies, Real, Deliveroo, H&M, Toys R Us. #FREITAG13 hatte teils dramatische Folgen für die betroffenen Marken:

  • Tönnies geriet – auch durch eigenes Ungeschick- vollkomen in die Defensive,
  • der Aktienkurs von H&M stürzte ab,
  • Deliveroo zog sich komplett aus dem deutschen Markt zurück,
  • Real taumelt seitdem ziellos durch die Landschaft,
  • Toys R Us ging pleite.

Der Einzelhandel ist keine Nebensache. Hier arbeiten in Deutschland laut offiziellen Statistiken 3,1 Millionen Menschen.

Unvorstellbar reich durch Arbeit im Einzelhandel!

Auf der anderen Seite dieses unfairen Spiels namens Einzelhandel häuft sich unvorstellbares Vermögen. Unter den zehn reichsten Deutschen sind vier Milliardärs-Familien aus dem Einzelhandel: die Besitzer*innen von Aldi-Süd, Lidl, Aldi-Nord, und des Einkaufszentren-Betreibers ECE.

Wir akzeptieren den obszönen Reichtum dieser Familien-Clans nicht! Er entstand durch geraubten Lohn.

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