H&M zum Henker: Spaß-Guerilla statt Langeweile

Enthauptung von Grundrechten. Schreddern von Lebensläufen. Abmahnungen für alle. Modenschau der Grausamkeiten. Marsch der lebenden Arbeitszeit-Leichen.

H&M The Working DeadAktionsvorschläge für den Schwarzen Freitag, 13. Oktober 2017

Der Schwarze Freitag am 13.10.2017 soll vor allem ein Zeichen der Solidarität setzen

  • mit allen Beschäftigten bei H&M, die unfreiwillig in Teilzeit arbeiten und durch Flex-Verträge in ständiger Erpressbarkeit gehalten werden,
  • mit 344 Kolleg*innen im H&M-Lager in Großostheim, das als Vergeltung für Streiks geschlossen werden soll,
  • mit mehrfach abgemahnten und gekündigten Betriebsräten und Gewerkschaftern.

>> Hintergrund-Informationen | Flugblatt zum Download (pdf | Word) | Weiteres Material zur freien Verwendung

Motive

Freitag, der 13. ist mit Horror und Aberglauben verbunden. H&M ist mit Ausbeutung, Mode, Kinderarbeit, willkürlichen Abmahnungen und gruseligen Arbeitszeitmodellen verbunden.

Folgende Bilder kommen uns in den Sinn:

H&M zum Henker: Enthauptung von Arbeitsrechten

Vor der Hamburger Zentrale von H&M, Spitalerstraße 12, 20095 Hamburg, wollen wir am 13.10.2017 um 17:30 Uhr drei öffentliche Enthauptungen durchführen. Durch das Henker-Beil werden sterben: Der Tarifvertrag, der Betriebsrat, die geregelte Arbeitszeit. Blut wird fließen. Aufrührende Reden werden zu hören sein.

Achtung! Sie verlassen den demokratischen Sektor!

Besorgt Euch Flatterband und sperrt vor dem H&M-Store großzügig ab. Schmückt das Absperrband mit Zetteln “Achtung! Arbeitsrechtefreier Sektor!”, “Achtung Union Busting!”, “Sie verlassen den demokratischen Sektor!”.

Dazu passen würden Uniformen der Allierten – wie am Checkpoint Charlie – oder von Security-Firmen passen.

Lasst einen Eingang für Kunden frei und drückt Ihnen Info-Flyer und Abmahnungen in die Hand (Downloads stehen ab Montag, den 02.10.2017 bereit).

Arbeitsrechte und Lebensläufe schreddern

Vor der H&M-Filiale in Köln werden wir Lebensläufe und Arbeitsrechte schreddern und mit unserem Laubbläser Grizzly 3000  in die Luft blasen.

Modenschau der arbeitsrechtlichen Grausamkeiten bei H&M

In Herford wollen Mitglieder der aktion ./. arbeitsunrecht und Gewerkschafter_innen eine Modenschau unter dem Motto “Laufsteg der arbeitsrechtlichen Grausamkeiten” vor einer H&M-Filiale veranstalten.

Zombie-Walk in Mailand 2015

Zombiewalk der Kaltgestellten und Low-Performer

Tipp für Standorte, denen die Schließung angedroht wird: zerfetzte Kleidung, gruseliges Make-Up und los geht es: verstörend langsam und offenkundig lädiert.

Nadelstiche und unangemeldete Aktionen gegen H&M

Hängt Such-Anzeigen an die Schwarzen Bretter von Supermärkten, Universitäten, Laternenpfähle etc.:

  • Suche flexible Nanny auf Abruf für meine Kinder. Leider arbeite ich bei H&M. Deshalb habe ich keine festen Arbeitszeiten und brauche ein Kindermädchen auf Abruf.
  • Suche Teilzeit-Lebensgefährten auf Abruf. Gemeinsame Hobbies unerwünscht. Leider arbeite ich bei H&M. Deshalb habe ich keine festen Arbeitszeiten und brauche einen Freund, der auf keine gemeinsamen Hobbies Wert legt und auf Abruf Zeit hat. Millionäre bevorzugt.

Shopdropping + Storno

Folgende Aktionen sind im Einzelhandel bereits erfolgreich erprobt worden. Ob Ihr sie auf eigene Verantwortung durchführen wollt, müsst ihr selbst wissen.

  • Botschaften in Pullovern, T-Shirts oder Umkleidekabinen hinterlassen
  • 13 Teile mit EC-Karte kaufen. Dann aber die PIN-Nummer vergessen. Jedes einzelne Produkt muss dann vom Filialleiter zurück gebucht werden.

Brave Gewerkschafter werden einwenden: Das verärgert nur die Beschäftigten, die dann mehr Arbeit haben. Wir können euch aber aus Gesprächen mit zahlreichen H&M-Beschäftigten versichern, dass die Beschäftigten dort einen Riesen Hals auf ihren Arbeitgeber haben und sich kreative, gewaltfreie Aktionen durchaus wünschen. Zudem experimentiert ver.di seit Jahren erfolgreich mit ähnlichen Aktionsformen im Einzelhandel. Die Gewerkschaft konnte sogar ein Grundsatzurteil vor dem BAG erstreiten, das Flash-Mobs als Streikmittel billigt.

Wer sich über weitere Ideen informieren will, kann uns im Büro kontaktieren. Folgende Aufkleber versenden wir gegen Spende, Bestellungen bitte an buero@arbeitsunrecht.de:

Motiv: Infektionsgefahr

Motiv: Giftköder

Eine Übersicht über die angemeldet Aktionen findet sich hier: https://arbeitsunrecht.de/termin/bundesweit-schwarzer-freitag-fuer-hm/  Es werden bis zum 13. Oktober 2017 noch weitere dazu kommen.

Wenn Sie selbst etwas gegen Arbeitsunrecht bei H&M auf die Beine stellen wollen, nehmen Sie Kontakt auf!

Wenn Sie über Aktionen vor Ort informiert werden wollen, tragen Sie sich in unseren Aktions-Newsletter ein!


Sie wollen Gruppen oder Einzelpersonen unterstützen, denen das Geld für Ausdrucke oder Material fehlt? Spenden Sie an die  aktion./.arbeitsunrecht!

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