Daniel Blakes Widerspruch

Arbeitslose in den Mühlen der Armuts-Verwaltung

Im beeindruckenden Spielfilm Ich, Daniel Blake von Ken Loach (GB 2016) findet sich folgendes Zitat:

Original Filmfoto. Das Gedicht “Daniels Widerspruch” fanden wir auf den Seiten der Kölner Erwerbslosen in Aktion, KEAs.

Ich bin weder ein Klient, ein Kunde, noch ein Leistungsempfänger.
Ich bin kein Drückeberger, kein Schnorrer, kein Bettler und kein Dieb.

Keine Sozialversicherungsnummer und kein Pünktchen auf dem Bildschirm.
Ich habe meine Beiträge gezahlt.
Niemals einen Penny zu wenig und darauf bin ich stolz.

Ich werf‘ mich nicht vor anderen in den Dreck.
Ich schaue meine Nachbarn an und helfe ihnen, wenn ich kann.
Nach Almosen zu trachten, ist mir fremd.

Ich heiße Daniel Blake.
Ich bin ein Mensch und kein Hund.
Als solcher verlange ich mein Recht.

Ich verlange respektvollen Umgang.
Ich, Daniel Blake, bin ein Bürger.
Nicht mehr und nicht weniger.                               


Das britische Modell zur Drangsalierung und Abschreckung von Arbeitslosen wurde durch eine Labour-Regierung  unter dem Premier-Minister Tony Blair perfektioniert. Das britische Workfare-Konzept war Vorbild für die Hartz-Gesetze und Agenda 2010.

Wie in England wurde es von gewerkschaftsnahen Regierungslinken durchgepeitscht. Federführend waren Gerhard Schröder (SPD), Joschka Fischer (Grüne), Franz Müntefering und Wolfgang Clement (SPD). Aber auch Martin Schulz (SPD) trommelte dafür dieses “Opfer” zu bringen. Was dazu führte, das die mit der SPD stark verbandelten Führungsetagen der DGB-Gewerkschaften keinen ernsthaften Widerstand entwickelten bzw. sich entwickelnden Widerstand abbremsten und tot laufen ließen.  


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