Freitag13: Bundesweite Aktionen bringen H&M in Bedrängnis

Schwarzer Freitag für H&M: Proteste in zahlreichen Städten gegen sozialschädliche Arbeitszeit-Modelle und Union Busting. Kampf gegen die Schließung des Lagers Großostheim

Demonstration gegen Flex-Verträge und arbeitsrechtsfreie Zonen in Köln, Schildergasse 24 vor H&M

Auswertung des Aktionstags + Ausblick

Am Freitag, 13. Oktober 2017 fanden Aktionen vor H&M Filialen in rund 20 deutschen Städten statt. 
Die Organisatoren der aktion./.arbeitsunrecht sind zufrieden mit der Beteiligung an der Kampagne “Jetzt schlägt’s 13” und der großen medialen Resonanz auf die eigenverantwortlich organisierten lokalen Proteste. (Aktionsberichte sind als Kommentare unter diesem Artikel zu finden. Bitte ergänzen!)

Elmar Wigand, Sprecher der Initiative, zog folgendes Resümee:

Der Aktionstag war ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer radikalen Bürgerrechtsbewegung für Demokratie und Menschenrechte in der deutschen Arbeitswelt. Auch wenn dieses Ziel noch längst nicht erreicht ist, haben wir die erste Etappe dorthin geschafft.

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Warum demonstrieren wir vor H&M Filialen?

Arbeitsunrecht bei H&M. Rede von Werner Rügemer am Freitag 13. Oktober 2017

Werner Rügemer ist Vorstandsmitglied der aktion./.arbeitsunrecht. Er hielt die folgende Rede am Schwarzen Freitag um 15:00 Uhr vor der H&M-Filiale in der Schildergasse 24 in Köln – anlässlich eines bundesweiten Aktionstags gegen H&M. Sie wurde (in Auszügen) auch in anderen Städten wie Aschaffenburg, Hamburg und Magdeburg verlesen.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
Liebe Beschäftigte von H&M,

wir demonstrieren hier vor der Filiale von H&M für die Menschen- und Arbeitsrechte der Beschäftigten in allen Filialen dieser Stadt und in den 440 H&M-Filialen in ganz Deutschland.

Wir, das ist die Aktion gegen ArbeitsUnrecht, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, Beschäftigte und Angehörige von Beschäftigten, engagierte Bürgerinnen und Bürger.

Die Aktion gegen ArbeitsUnrecht hat eine öffentliche Abstimmung organisiert: Wer ist der schlimmste Arbeitgeber in Deutschland? Weiterlesen ›

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Meinungsfreiheit gilt auch bei H&M

Maulkorb-Erlasse und eventuelle Drohungen des Managements sind unwirksam. Auch Lohnabhängige dürfen Kritik üben

Freie Meinungsäußerung ist ein hohes Gut. Sie muss nicht immer sachlich sein. Sie darf auch weh tun. Die Freiheit dazu besitzen in einem Rechtsstaat auch Lohnabhängige, die sich von ihrem Arbeitgeber schikaniert, ausgepresst und hintergangen fühlen.

Am 13. Oktober 2017 dreht sich alles um die belegschaftsfeindlichen Machenschaften des Kleidungsriesen H&M (Hintergrund-Informationen | Übersicht der Aktionen). Wir wünschen viel Spaß bei den geplanten Zombie-Walks, dem Verteilen von ungerechtfertigten Abmahnungen an Kunden und anderen phantasievollen Aktionen.

Das Hamburger H&M-Managment und lokale Store-Manager haben natürlich ein entgegengesetztes Interesse: Personalverantwortliche werden ihren Beschäftigten mehr oder weniger deutlich machen, dass sie weder mit den Aktivisten des Schwarzen Freitags, noch mit der Presse zu sprechen haben. Dass möglicherweise Konsequenzen drohen.

H&M mag dies als Bitte formulieren oder in Andeutungen, für den einzelnen Beschäftigten ist gleichwohl klar, was H&M von ihm erwartet: Die Mitarbeiter werden so unter Druck gesetzt. Sie sollen kuschen.

Das muss sich kein Beschäftigter gefallen lassen.

In H&M-Filialen gilt das Grundgesetz und damit Meinungsfreiheit

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Hai-Alarm bei H&M: Am Freitag schlägt’s 13!

Phantasievoller Protest gegen Arbeitsbedingungen bei H&M vor Hamburger Zentrale, Spitalerstr. 12

Warnschild: DLA Piper gesichtet. Hai-Alarm bei H&MPressemitteilung, 11. Oktober 2017

Am Freitag, 13. Oktober 2017 führt die Initiative aktion./.arbeitsunrecht zusammen mit Freunden und Unterstützer_innen eine Aktion vor dem H&M Flagship-Store, Spitalerstr. 12 in Hamburg durch. Im selben Gebäude befindet sich das Deutschland Management von H&M.

Die Aktion ist Teil eines bundesweiten Aktionstags gegen H&M am Schwarzen Freitag, der über 20 Städte umfasst. Die Aktivist_innen wenden sich gegen:

  • die Bekämpfung von Betriebsräten und Gewerkschaften in deutschen H&M-Filialen
  • die Auflösung geregelter Arbeitszeiten durch arbeitsvertragliche Experimente wie Kettenbefristungen, Jahresarbeitszeit-Konten, Arbeit auf Abruf und Flex-Verträge.

Union Busting durch DLA Piper

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H&M: Am Freitag schlägt’s 13!

Zombie-Walk und Modenschau der Grausamkeiten vor H&M-Filialen. Phantasievoller Protest gegen Arbeitsbedingungen in über 17 Städten

Pressemitteilung, 9. Oktober 2017

Let’s do the Zombie Walk! Harte Zeiten erfordern klare Botschaften.

Am Freitag, 13. Oktober 2017 führt der Verein aktion./.arbeitsunrecht zusammen mit Freunden und Unterstützer_Innen Aktionen vor Filialen der Mode-Kette H&M in über 17 deutschen Städten durch.

Die Kundgebungen und Happenings wenden sich gegen:

  • die Bekämpfung von Betriebsräten und Gewerkschaften in deutschen H&M-Filialen
  • die Auflösung geregelter Arbeitszeiten durch arbeitsvertragliche Experimente wie Kettenbefristungen, Jahresarbeitszeit-Konten, Arbeit auf Abruf und Flex-Verträge.

Dazu sagte Elmar Wigand, Sprecher der aktion./.arbeitsunrecht: Weiterlesen ›

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Erneut Union Busting bei der HAG in Hamburg

Hamburger Assistenz Genossenschaft eG geht wieder gegen Betriebsrat vor

Der Betriebsrat der HAG ließ sich 2015 keinen Maulkorb verpassen. (Wikicommons, User flickr upload bot)

Im November 2015 berichteten wir über insgesamt 15 Abmahnungen, die die Geschäftsleitung der HAG (Hamburger Assistenz Genossenschaft eG) gegen Betriebsrats- und Ersatzmitglieder aussprach (Beitrag vom 26.11.2015). Nun macht die Geschäftsleitung unter Ulrike Dörrzapf da Silva und Gösta Marnau einen neuen Anlauf:

  • Betriebsratsmitgliedern wurde das Gehalt gekürzt, unter anderem weil die Notwendigkeit von Betriebsratsarbeit nicht anerkannt wird
  • der Betriebsratsvorsitzende Karl S. wurde abgemahnt
  • die Geschäftsleitung droht mit einem Amtsenthebungsverfahren

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H&M zum Henker: Spaß-Guerilla statt Langeweile

Enthauptung von Grundrechten. Schreddern von Lebensläufen. Abmahnungen für alle. Modenschau der Grausamkeiten. Marsch der lebenden Arbeitszeit-Leichen.

H&M The Working DeadAktionsvorschläge für den Schwarzen Freitag, 13. Oktober 2017

Der Schwarze Freitag am 13.10.2017 soll vor allem ein Zeichen der Solidarität setzen

  • mit allen Beschäftigten bei H&M, die unfreiwillig in Teilzeit arbeiten und durch Flex-Verträge in ständiger Erpressbarkeit gehalten werden,
  • mit 344 Kolleg*innen im H&M-Lager in Großostheim, das als Vergeltung für Streiks geschlossen werden soll,
  • mit mehrfach abgemahnten und gekündigten Betriebsräten und Gewerkschaftern.

>> Hintergrund-Informationen | Flugblatt zum Download (pdf | Word) | Weiteres Material zur freien Verwendung

Motive

Freitag, der 13. ist mit Horror und Aberglauben verbunden. H&M ist mit Ausbeutung, Mode, Kinderarbeit, willkürlichen Abmahnungen und gruseligen Arbeitszeitmodellen verbunden.

Folgende Bilder kommen uns in den Sinn: Weiterlesen ›

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H&M droht 344 Arbeitsplätze zu vernichten

Brutale Vergeltungsmaßnahme: Beschäftigte im H&M-Lager Großostheim wehrten sich gegen miese Arbeitsbedingungen. Jetzt soll ihr Standort abgewickelt werden

H&M Boss Persson

Unvorstellbarer Reichtum: Der schwedische H&M-Präsident und CEO Karl-Johan Persson ist einfacher Millardär. Durch Einsparungen bei Löhnen und Produktionskosten stiegen die Perssons zu den reichsten Familien der Welt auf. (Bild Wikicommons, CC BY 3.0)

Im Lager Großostheim bei Aschaffenburg arbeiten 344 Beschäftigte im 2-Schicht-System. Das H&M-Management verkündete am 29. August 2017, man plane die Schließung des Lagers zum 30. Juni 2018. Es dürfte sich um eine Vergeltungsmaßnahme handeln mit dem Ziel, eine gut organisierte, streikfähige Belegschaft loszuwerden.

Der Betriebsrat des Lagers Großostheim hatte im Januar 2017 per Einigungsstelle eine Betriebsvereinbarung verhindert, die unter anderem vorsah, Dienstpläne noch flexibler zu gestalten. Der bisherige Planungszeitraum von 14 Tagen sollte weiter verkürzt werden. Die Belegschaft sollte an Samstagen verstärkt zu Arbeit auf Abruf verpflichtet werden.

Der Betriebsrat verwehrte sich gegen diese weitere Verschlechterung der Arbeitsverhältnisse. Die Beschäftigten des Lagers litten ohnehin schon unter den enormen Anforderungen und der Arbeitsverdichtung. Die Kommissionierer, meist Frauen, die die Bestellungen einzelner H&M Stores zusammenzustellen, hatten jeden Tag dicke Stapel von Listen ab zu arbeiten. Um das Pensum zu schaffen und unangenehme Einzelgespräche mit Vorgesetzten zu vermeiden, haben sie sogar auf Pausen und Toilettengänge verzichtet. 150 Beschäftigte des Lagers Großostheim sind über 50 Jahre alt.

Verlagerung nach Polen: H&M will kampfstarke Belegschaft und aktiven BR entsorgen

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