Freitag13: Median, OBI, Rossmann nominiert

Online-Voting beginnt: Median-Kliniken, OBI + Rossmann konkurrieren um Aktionstag am Freitag, 13. Januar 2017

Köln, 07. November 2016

Drei Kandidaten stehen ab sofort für den bundesweiten Aktionstag gegen Horror-Jobs am 13.01.2017 zur Auswahl. Die aktion ./. arbeitsunrecht ruft Beschäftigte, Gewerkschafter*innen und Aktivist*innen auf, in einem offenen Online-Voting zu entscheiden, welches Unternehmen Ziel des Schwarzen Freitags werden soll: https://aktion.arbeitsunrecht.de/de/freitag13/Januar2017/voting

Das Online-Voting läuft bis zum 30. November 2016.

Während der Nominierungphase haben Leser*innen unseres Blogs per Kommentarfunktion zahlreiche Grusel-Geschichten aus der deutschen Arbeitswelt zusammen getragen. Insgesamt standen 17 Arbeitgeber zur Diskussion (hier dokumentiert).

Die Median-Kliniken, die Baumarktkette OBI und die Drogeriekette Rossmann wurden vom Vorstand des Vereins aktion./.arbeitsunrecht aus folgenden Gründen nominiert:

  • Median-Kliniken für:
    • Systematische Zermürbung gegen den Betriebsrat Roland T. in Bad Oeynhausen
    • Union Busting per willkürlicher Betriebsschließung der Weserklinik in Bad Oeynhausen
    • Tarifflucht
    • Rechtsnihilismus: Behinderung der  Betriebsratsarbeit & Ignorieren von Gerichtsurteilen
  • Baumarkt-Kette OBI für:
    • Union Busting: Mutwillige Schließung von Filialen, um unliebsame Betriebsratsmitglieder los zu werden
    • Tarifflucht
  • Drogeriemarkt-Kette Rossmann für:
    • Werkverträge + dubiose Firmenstrukturen
    • Vorantreiben der “Arbeit auf Abruf”
    • Lohndumping
    • Tarifverträge mit gelber Pseudo-Gewerkschaft DHV

Detaillierte Informationen zu den Kandidaten finden Sie hier: 

Ansprechpartnerin: Jessica Reisner | Büro Köln | 0160.93 233 756 | Email

Zum Hintergrund der Kampagne „Jetzt schlägt‘s 13!“

Der Schwarze Freitag fand erstmals am 13. März 2015 statt; bisherige Adressaten waren die Firmen Neupack, KiK, Toys ‚R‘ Us und der Malteser Orden. (Mehr dazu: Was bisher geschah | Aktions-Bilder)

Mit der Kampagne „Jetzt schlägt‘s 13!“ will die aktion./.arbeitsunrecht die Schattenseiten der deutschen Arbeitswelt beleuchten und öffentlichen Druck auf schikanöse Unternehmer ausüben. Ziel ist es, Beschäftigte, Gewerkschafter_innen und Betriebsratsmitglieder zu unterstützen, die am Arbeitsplatz auf unzumutbare Weise unter Druck gesetzt werden.

Die Kampagne soll das Unrechtsbewusstsein in Bezug auf Unternehmerkriminalität in Arbeitsbeziehungen steigern.

Der alltägliche Horror am Arbeitsplatz

Der Schwarze Freitag entlehnt auf ironische Weise Motive aus Volksaberglauben und Horror-Filmen. Das hat seinen Grund in den Erzählungen von Betroffenen. Beschäftigte, die von spezialisierten Arbeitsrechtlern mittels Abmahnungen, Kündigungsversuchen, Bespitzelungen und übler Nachrede fertig gemacht werden sollen, benutzen oft ähnliche Motive, um ihre Lage zu schildern: Horror-Post vom Anwalt, Anwälte des Schreckens, gruselige Zustände, giftige Blicke, Alpträume…

Aus den gesammelten Fällen wählt eine Jury drei Unternehmen aus, die ab dem 1. November 2016 zur Online-Abstimmung stehen. Das Unternehmern mit den meisten Stimmen wird am Freitag, 13. Januar 2017 zur Zielscheibe bundesweiter Proteste.

Dabei wollen die Aktivisten in Zukunft kreative Formen von Protest und zivilem Ungehorsam einfließen lassen.


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Die Kampagne erfährt freundliche Unterstützung durch die Bewegungsstiftung.

>>> Zur Online-Abstimmung


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