#Freitag13: Online-Abstimmung läuft

2

Heraus zum Schwarzen #Freitag13!
Gegen Horror-Jobs im Einzelhandel!
Mach mit!


Nominiert sind: Schlachter Tönnies, Hochschul-Industrie und Union Busting-Kanzlei Buse Heberer Fromm

Wer kriegt am Schwarzen Freitag Ärger?

Das Voting läuft bis 31. Juli 2019. Der Kandidat mit den meisten Stimmen bekommt am 13. September 2019 Saures. Hier geht es zur Abstimmung: https://aktion.arbeitsunrecht.de/schwarzer-freitag

Mehr über die Kandidaten

Warum haben wir ausgerechnet diese Unternehmen ausgewählt?

  • Buse Heberer Fromm ist eine Union Busting-Kanzlei, die nicht nur äußerst aggressiv bis rücksichtslos gegen Betriebsräte und Tarifverträge vorgeht. Sie berät auch bei Outsourcing, Steuerflucht und (mutwillig herbei geführter) Insolvenz. Sie hat in den vergangenen 10 Jahren das Leben von dutzenden bis hunderten Lohnabhängigen und Betriebsratsmitgliedern zur Hölle gemacht, etwa bei Wombats, Maredo, Sellbytel, Integral.
  • Die Tönnies Holding ist als größter europäischer Schlachter ein Vorreiter beim Einsatz von Werkverträgen. Dadurch entsteht eine kriminogenes Milieu an Sub-Unternehmern, in dem vor allem Migranten aus Osteuropa auf erbärmlichste Weise ausgebeutet und fertig gemacht werden. Doch dabei bleibt es nicht. Tönnies schädigt auch das Gemeinwesen, die Umwelt und nicht zuletzt Tiere.
  • Die deutsche Hochschul-Industrie beschäftigt 400.000 studentische Hilfskräfte – schlecht bezahlt, ausgenutzt, befristet und allermeist ohne Interessenvertretung. Initiativen kämpfen dagegen an – sie brauchen Unterstützung!

Hintergrund-Informationen finden Sie hier: Buse Heberer Fromm | Tönnies Holding | Hochschul-Industrie

Aktionen jetzt vorbereiten!

Wir rufen Mitglieder, Sympathisanten, Kollegen auf: Schließen wir uns zusammen! Bereiten wir jetzt  Aktionen vor – zusammen mit Betroffenen, (ehemaligen) Beschäftigten und ihren Angehörigen, Gewerkschafter*innen, Sozialisten, Demokrat*innen und Bürgerrechtlern. Wer mitmachen will, trage sich in unseren Aktions-Verteiler ein: https://aktion.arbeitsunrecht.de/freitag13-newsletter

Online-Umfrage

Arbeiten Sie im Einzelhandel? Wie sind Ihre Arbeitsbedingungen? Wir wollen mehr erfahren. Nehmen Sie an der Umfrage Einzelhandel teil!


Das Kölner Büro der aktion ./. arbeitsunrecht e.V. unterstützt, berät und koordiniert lokale Initiativen. Komitees und Gruppen vor Ort führen Aktionen und Proteste eigenständig und in Eigenverantwortung durch.

Die Grund-Idee ist: Wenn wir viele kleine oder auch größere Dinge gemeinsam und gleichzeitig tun, entsteht aus kleinen Bewegungen eine große Welle. Vom Flugblatt-Verteilen über Aufkleber in Supermärkten oder Anrufe bei schikanösen Unternehmen bis zu Demonstrationen oder Blockaden. Everything counts in large amounts. Alles zählt in großer Dosierung. (Depeche Mode)

Schaffen wir ein soziales Kunstwerk des Widerstands

Freitag, der 13. wirkt. Die Unternehmer haben mittlerweile gehörigen Respekt vor dem Aktionstag. Der Schwarze Freitag gibt ihnen ein Gefühl für die Macht der Beschäftigten und der Konsument*innen in Deutschland. Die meisten Konsumenten sind selbst Lohnabhängige. Deshalb sind sie auch ansprechbar, wenn wir es richtig anstellen. In einem wichtigen Markt wie Deutschland kann es Konzerne durchaus in den Abgrund reißen, wenn sie Abscheu und Ekel bei der arbeitenden Bevölkerung erzeugen, weil bekannt wird, dass sie Menschen systematisch ausbeuten, vernutzen, fertigmachen.

Imagekorrektur und Boykott – hier lauert ein schlafender Riese, der von Gewerkschaften und Parteien bislang nicht geweckt wurde. Warum eigentlich nicht?

Beispiele gefällig?

  • Der Textilkonzern H&M musste nach dem Schwarzen Freitag, 13. Oktober 2017 einen Kurseinbruch hinnehmen. Selten haben wir einen Konzern kennen gelernt, der bei seinen Angestellten in den Filialen derartig verhasst war. Doch H&M scheint nicht zu lernen: Statt die Arbeit zu verbessern gibt es Imagekampagnen mit Lena Meyer-Landrut…
  • Der Essenslieferant Deliveroo zog sich nach dem Schwarzen Freitag, 13. April 2018 aus 10 von 15 deutschen Städten zurück. Inzwischen hat Amazon den Laden übernommen. In Deutschland dürfte die Marke damit tot sein.
  • Der damals größte Spielzeughändler der Welt Toys R Us hatte am Freitag 13. Mai 2016 mit Protesten zu kämpfen. Das Unternehmen ging im folgende Jahr Pleite und ist inzwischen weltweit von der Bildfläche verschwunden. In Deutschland heißt die Spielwarenkette nun Smyths Toys. Die Beschäftigten warten immer noch auf einen Tarifvertrag…
  • Der Aktionstag am Freitag, 13. Juli 2019 ging gegen die Supermarkt-Kette Real. Sie fand daraufhin lange keinen Abnehmer und hat möglicherweise sogar den Mutter-Konzern Metro mit in den Abgrund gerissen. Metro soll nun ausgerechnet einen tschechischen Oligarchen verscherbelt werden, der mit der Kohle-Industrie groß geworden ist. Wir sind solidarisch mit den Beschäftigen und rufen zum Widerstand auf!

Seismograph: #Freitag13 zeigt, welche Konzerne tiefgreifende Probleme haben

Der Aktionstag #Freitag13 bündelt Informationen und Emotionen. Er rückt das Image von Marken zurecht. Da dieses für teures Geld aufgebaut und gepflegt wurde, richtet #Freitag13 realen immateriellen Schaden an.

Der Aktionstag #Freitag13 kann als Katalysator wirken und Unternehmen ins Wanken bringen, die ohnehin schon auf tönernen Füßen stehen. Das ist manchmal nötig. Denn ohne gehörigen Druck wird sich die elende Lage vieler Lohnabhängiger und prekär Beschäftigter in Deutschland nicht ändern lassen. Die Konzerne müssen Respekt lernen. Und das tun sie nicht durch gutes Zureden und „konstruktive Gespräche“ im Aufsichtsrat.  Vor allem lernen sie es nicht durch barmherzige Bitten.

Um eine radikale Kursänderung für die arbeitende Bevölkerung einzuleiten braucht es öffentliche Proteste, Aktionen und zivilen Ungehorsam. Diese Kursänderung ist jetzt nötig, damit wir als Lohnabhängige nicht weiter absaufen und am Ende in Berufsunfähigkeit und Altersarmut landen.

An einem Strang ziehen!

Die aktion ./. arbeitsunrecht baut langfristige, belastbare Kontakte auf. Dafür gibt es gibt nichts Besseres, als gemeinsam aktiv zu werden! Durch den Aktionstag #Freitag13 konnten wir Beziehungen zu lokalen Gruppen, Betriebsräten und Gewerkschaftern in beteiligten Unternehmen herstellen, die dauerhaft Bestand haben.

Wir wollen wissen, wie es weiter geht

Wir berichten auf der Webseite https://arbeitsunrecht.de langfristig und nachhaltig. Der Aktionstag #Freitag13 ist kein Strohfeuer. Wir lassen bei Bedarf weitere Aktionen folgen.

2 KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here