#Freitag13: Rote Karte für Real

Wir zeigen der Metro AG die größte Rote Karte der Welt! Weitere Aktionsvorschläge für Ihren Real-Markt

   

Die aktion ./. arbeitsunrecht wird der Metro AG am Schwarzen Freitag, 13. Juli 2018 in Düsseldorf eine riesengroße Rote Karte zeigen. Gleichzeitig finden bundesweit Proteste vor und in Real-Märkten statt. Weiter unten finden Sie zahlreiche Anregungen und Ideen für Aktionen.

Wir bitten engagierte Beschäftigte, Bürgerrechtler, Gewerkschafter und Betriebsräte, rote Karten herzustellen, sie von Kollegen unterzeichnen zu lassen und uns zu schicken. (1) Hier finden Sie eine Vorlage zum Download und Ausdruck >> pdf.

Wir werden am 13. Juli alle Einsendungen zu einer Riesen-Roten-Karte zusammensetzen und damit durch Düsseldorf vor die Metro-Zentrale fahren.

Grund für unsere Proteste sind verschärfte Arbeitsbedingungen der Kaufhauskette Real, die zum Metro-Konzern gehört.

Real treibt ein extrem sozialschädliches Geschäftsmodell voran:

  • Lohnraub an Beschäftigten
  • Gewinne für Aktionäre
  • Verluste für Steuerzahler und Sozialkassen

Der Fall Real geht uns alle an!

Es geht nicht nur um die Arbeitsbedingungen von immerhin 34.000 Real-Beschäftigten. Es geht grundsätzliche Missstände, die immer mehr Arbeiter*innen und Angestellte betreffen:

  • Kein gleicher Lohn für gleiche Arbeit,
  • schamlose Umgehung von Gesetzen,
  • stetig verschärfte Arbeits- und Lebensbedingungen.

Jetzt auf Aktionstag vorbereiten!

Fangen Sie jetzt mit ihrer Aktionsgruppe, ihren Parteifreunden ihrer Gewerkschaft an zu planen! Gründen sie spontane Komitees und ad-hoc-Gruppen!

Tragen Sie sich in unseren Aktions-Verteiler ein, um weitere Infos, Tipps und Materialien zu bekommen >> hier.


Es gibt nichts Gutes. Außer Du tust es: >> Jetzt Fördermitglied werden!


Wir empfehlen einen Besuch in einem real-Markt in Ihrer Nähe. Verschaffen Sie sich zunächst ein Bild der Lage:

  • Wo sind die Eingänge zum Markt, an denen sich öffentliche Aktionen anbieten?
  • Wo sind Eingänge (z.B. von Parkdecks), die Aktivisten nutzen können, die zwecks Shop-Dropping oder Flashmob in den Laden gehen möchten?
  • Sprechen Sie Beschäftigte an, für wen Sie arbeiten. Sind sie bei Real direkt angestellt oder bei einem der vielen Sub-Unternehmen wie Mumme GmbH, IBS Personal-Management GmbH, Kötter Services, Teamwork Personal per Sofort GmbH, Stubs Dienstleistungen GmbH & Co. KG?

Liegt die Real-Filiale ihrer Wahl in einem Einkaufzentrum, verteilen sie Kundeninformationen am besten direkt an den Zugängen zum Einkaufszentrum. Der Bürgersteig ist in der Regel öffentliches Gelände, wo jedermann ohne jegliche Anmeldung jederzeit sein Recht auf freie Meinungsäußerung ausüben darf. Das Verteilen von Flugblättern im öffentlichen Raum muss nicht angemeldet werden.

Wenn Sie Plakate, Banner, Fahnen etc. tragen oder einen Info-Stand aufbauen möchten, melden Sie bei Ordnungsamt oder Polizei eine Kundgebung an. Das ist meist ein unproblematischer Vorgang, der in vielen Kommunen unbürokratisch gehandhabt wird.

Do it yourself: Es gibt nichts Gutes, außer Du tust es!

Aktions-Ideen und Vorschläge für Ihren Real-Markt

  • Verteilen Sie Kundeninformationen und Gutscheine für unbefristete Vollzeitstellen mit Tarifbindung. Nennen Sie uns die Filiale an der Sie aktiv werden wollen und die Uhrzeit (Kontakt: email | 0221. 888 6900-2). Wir tragen Ihre Aktion dann in unserer Aktionsübersicht ein, damit sich weitere Unterstützer*innen anschließen können. Wir stellen ihnen in den kommenden Tagen Kopiervorlagen, Plakate und anderes Material zur Verfügung.
  • Shop-Dropping: verstecken Sie Kundeninformationen zu Lohnraub, Tarifflucht, Leiharbeit zwischen den Waren (es gibt kein Verbot, Dinge in Läden liegen zu lassen)!
  • Das Hinterlassen kleine Aufkleber auf Waren könnte als Sachbeschädigung gewertet werden (z.B. „Real = Tarifflucht“ oder „Real = Armut durch Lohndumping“ „DHV 20% Lohndumping durch Tarifflucht“). Manche werden das Risiko für vertretbar halten. Die Aufkleber sollten besser keinen bleiben Schaden an der Verpackung hinterlassen. Falls es tatsächlich wegen solcher oder ähnlicher Fälle zu Rechtsstreitigkeiten kommen sollte, hilft unser Fonds „Meinungsfreiheit in der Arbeitswelt“.
  • Verabreden Sie mit Freunden und Kolleg*innen, einen Pröbchenstand an einem Real-Markt in ihrer Nähe aufzubauen. Verteilen sie „Armuts-Häppchen“ in Form von Knäckebrotstückchen. Dazu gibt es Leitungswasser. Mobiler und einfacher zu machen sind Bauchläden, die ebenfalls genutzt werden können, um neben Flyern auch „Armuts-Häppchen“ zu verteilen.
  • Bestellen Sie kostenlos unsere aktion ./. arbeitsunrecht-Luftballons. Befestigen Sie daran ein Papier mit ihren Forderungen (z.B. Lohnraub stoppen, Equal pay für Alle!). Schmuggeln sie den Ballon mit Helium gefüllt in den Real ihrer Wahl. Sobald sie den Ballon dort freilassen, hängt er schwer wieder zu entfernen unter der Decke. Je mehr Leute das machen, desto hübscher sieht es aus!
  • Sperren Sie vor dem Eingang mit Flatterband eine tariffreie Zone ab, die die Kunden durchlaufen müssen. Vielleicht lassen sie sich überzeugen, ihren Einkauf lieber in einem Geschäft mit Tarifbindung zu erledigen?
  • Bekleben Sie Autos mit unseren Aktionsplakaten und machen mit Freunden und viel Getröte und Gehupe einen Auto-Korso rund um den Real, inklusive ein paar Runden im dazugehörigen Parkhaus, bzw. über den Kunden-Parkplatz
  • Mit Protest-Plakaten beklebte Autos können gut sichtbar auf Kundenparkplätzen abgestellt werden – es können auch Pappen genutzt werden, die in das Wageninnere gelegt werden. Um mehr Aufmerskamkeit zu erregen kann es sinnvoll sein, das Auto mit Luftballons (am besten mit Helium gefüllt)  zu schmücken. Schwarze Luftballons der aktion ./. arbeitsunrecht können unter buero@arbeitsunrecht.de bestellt werden
  • Flashmobs: der Reiz dieser Aktionsform liegt darin, dass nur die jeweilige Gruppen, die das Spektakel vorbereitet weiß, wo und wann es losgehen wird.

Anmerkungen / Fußnoten

(1) Rote Karten bitte an folgende Postadresse: aktion ./. arbeitsunrecht, Luxemburger Str. 176, 50937 Köln. Für Nachfragen: email | 0221. 888 6900 -2

Für die Luftballons haben unsere Mitglieder und Spender zusammengelegt. Wenn Sie Aktionen gegen Lohnraub, Ausbeutung und kriminelle Unternehmen unterstützen wollen, können sie hier einen Beitrag Ihrer Wahl zu Material-, Druck- und anderen Kosten leisten: https://aktion.arbeitsunrecht.de/de/spenden/

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