Fahrer-Demo in Köln

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Samstag 10. August 2013, 11 Uhr am Ebertplatz

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LKW-Fahrer, Depot-Mitarbeiter, scheinselbständige Transport-Unternehmer und Unterstützer rufen zum Protest  gegen verschärfte Arbeitsbedingungen in ihrer Branche auf. Der drohende Verfall von Löhnen im Transportwesen steht laut ihrer Aussage vor allem im Zusammenhang mit der EU-Osterweiterung.

Die Trucker und Transportarbeiter berichten, dass Unternehmer neuerdings bevorzugt osteuropäische Speditionen anheuern, die wiederum Niedriglöhner z.B. aus den Philippinen zu abenteuerlichen Bedingungen für sich arbeiten lassen. Manche dieser Trucker sollen für 680,- Euro pro Monat + Spesen durch Europa fahren.  Aus Italien wird ein krasser Fall von 380,- Euro Monatslohn berichtet.


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Als Redner sind der Kölner Journalist Günter Wallraff angekündigt, der ver.di-Gewerkschafter Sigurd Holler sowie Udo Skoppeck. Der Solinger Transportfahrer baut seit einigen Monaten den deutschen Ableger eines niederländischen Fahrer-Netzwerks namens „Aktie in de Transport“ auf (deutsch:  „Aktion im Transport“).  Ziel sind Mindestlöhne und –standards, faire Wettbewerbsbedingungen und strengere Kontrollen der Branche durch (traditionell unterbesetzte) staatliche Aufsichtsbehörden.

Ein breites Bündnis aus diversen Organisationen, die der Öffentlichkeit bislang weitgehend unbekannt sein dürften, zeigt, dass sich in der Transportbranche etwas tut.  Laut „Aktie in de Transport“ dürften in Deutschland rund 500.000 Transportarbeiter/innen von verschärftem Lohndumping und Arbeitshetze durch gnadenlose Konkurrenz und Ausbeutung bedroht sein. Es rufen auf: IG Fair KEP, Bundesverband der Kurier-Express-Post-Dienste e.V., Interessensverband selbständiger Subunternehmer im Transportgewerbe (ISSiT), DKU.

Hier ein umfangreicher Bericht mit Fotos: Fahrer-Demo in Köln, 10. August 2013.

Mehr Infos/Quellen:

WDR 2 Beiträge:


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... hätten wir ein ernstes Thema zu besprechen.
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2 KOMMENTARE

    • Entschuldigung! Habe die Geschlechtsumwandlung wieder rückgängig gemacht ;) Sigurd – Sigrid, da kann man schonmal durcheinander kommen. Pardon!
      Elmar Wigand

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