#Freitag13: Das System Tönnies stoppen!

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Heraus zum Schwarzen #Freitag13!
Gegen Horror-Jobs im Einzelhandel!
Mach mit!



Pressemitteilung | 5. August 2019


Sehr geehrte Journalisten und Presse-Vertreterinnen!

Für Clemens Tönnies kommt es jetzt dicke.

Ich vermute, dass er als Präsident von Schalke 04 den August nicht überdauern wird. 

Für Freitag, 13. September bereitet meine Organisation einen bundesweiten Aktionstag gegen Tönnies vor. Dazu werden wir Gewerkschafter, Bürgerrechtler, Umwelt- und Tierrechtsaktivisten zusammen bringen.

Unser Ziel ist es, die Marken und Dicounter ins Bewußtsein zu rücken, die Tönnies beliefert. Wir werden gemeinsam mit Unterstützer*innen in Supermärkten und Fußball-Stadien über die unappetitliche Entstehung des Tönnies-Fleischs aufklären. 

Online-Umfrage

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In Rheda-Wiedenbrück findet eine Kundgebung vom Bahnhof zum Tönnies-Schlachthof statt. In Berlin, Gütersloh, Köln und Würzburg gibt es im August regionale Vorbereitungstreffen (siehe unten).

Für Nachfragen, Hintergrund-Gespräche und Interviews stehe ich gern zur Verfügung!

Mit freundlichen Grüßen

Elmar Wigand | Pressesprecher | mobil: 0176.588 656 23


Bundesweiter Aktionstag gegen Tönnies am Freitag, 13. September 2019 vereint Gewerkschafter*innen, Bürgerrechtler, Umwelt-Aktivisten, Tierschützer und aktive Fußballfans

Aktionen gegen Tönnies-Fleisch in Supermärkten und Stadien. Zentrale Demonstration in Rheda-Wiedenbrück.

Twitter-Hashtag: #Fr13Toennies | Jetzt in Aktionsverteiler eintragen: https://aktion.arbeitsunrecht.de/de/freitag13-newsletter

Pressemitteilung, 5. August 2019 | Kontakt


■■■■ HINWEIS: Der Tönnies-Konzern ging mit der Medien(verhinderungs-)Kanzlei Schertz Bergmann gegen uns vor. Die jetzt rot einfärbten Text-Passagen waren wegen einer einstweiligen Verfügung, die Tönnies beim Landgericht Berlin durchsetzen konnte zeitweise geschwärzt. Tönnies hat den Antrag auf die einstweilige Verfügung am 07.11.2019 zurück gezogen. Die strittigen Text-Passagen dürfen damit zitiert werden.


Schweine-Baron Clemens Tönnies
Schweine-Baron Clemens Tönnies schießt sich mit kruden Überlegungen ist Abseits. Als Boss von Schalke 04 ist er nicht länger haltbar.

Am vergangenen Donnerstag, 1. August 2019 demontierte sich der Fleisch-Baron Clemens Tönnies durch eine denkwürdige Rede vor der Kreishandwerkerschaft Paderbon-Lippe selbst.

Kurz zuvor hatte die aktion ./. arbeitsunrecht auf ihrer Webseite bekannt gegeben, dass Tönnies zur Zielscheibe des Aktionstags #FREITAG13 gegen Horror-Jobs am 13. September 2019 wird.

Tönnies schlug vor, statt den Klimawandel mit höheren Steuern zu bremsen – die etwa Tönnies‘ ökologisch verheerende Produktionsweise bestrafen müssten -, solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. Tönnies Begründung dafür: „Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren.“ (1)

Pressesprecher Elmar Wigand erklärt dazu:

Tönnies Äußerungen sind auf Beatrix von Storch-Niveau. Sein biZarrer Gedankengang, verbindet Rassismus und Kolonialismus mit militanter Anti-Ökologie.

Das ist keine Unbedachte Entgleisung; Tönnies offenbart ein verfestigtes, stramm rechtes, psychotisches Weltbild.

Die aktion ./. arbeitsunrecht freut sich über die gelungene Starthilfe zur Kampagne #FREITAG13 durch den Schalke 04-Vorstandsvorsitzenden und Schweinefleisch-Milliardär aus Rheda-Wiedenbrück. Elmar Wigand:

Besser als Clemens Tönnies es vor der Paderborner Handwerkerschaft getan hat, hätten wir den aggressiven Kern des System Tönnies kaum auf den Punkt bringen können.

Die aktion ./. arbeitsunrecht kritisiert folgende Aspekte an Deutschlands größtem Schweine-Schlachter Tönnies:

  • Massiver Missbrauch von Werkverträgen
  • Förderung einer kriminogenen Ökonomie durch Sub-Unternehmer, Tochter-Unternehmen und Zulieferer
  • Brutale Ausbeutung von Bulgaren, Rumänen und anderen Wanderarbeitern am Arbeitsplatz
  • Unmenschliche Wohnverhältnisse für Wanderarbeiter
  • Grausame Vernutzung von Tieren
  • Sinnloser Transport durch europaweite Einfuhr von Tieren und weltweite Ausfuhr von Fleisch
  • Gigantischer Wasserverbrauch zu Lasten des Gemeinwesens
  • Arbeitsplatzvernichtung: Zerstörung regionaler Wirtschaft durch Preisdumping und planmäßigen Aufkauf von Schlachthöfen in Deutschland und Europa, um diese zu schließen. (2)

Campaignerin Jessica Reisner erläutert die Strategie:

Es gilt den Konzern dort zu treffen, wo es weh tut. das sind Supermarkt-Regale und Stadion-Imbisse.

Wir wollen Kunden, Einzelhändler und Fußball-Clubs animieren, auf Tönnies-Produkte zu verzichten.

Tönnies skrupellos produziertes Billig-Fleisch steckt hinter den Aldi Marke Tillmanns „Meine Metzgerei“. Tönnies beliefert auch Lidl. Ihm gehören die Marken Böklunder, Gutfried, Hareico, Redlefsen (und weitere Marken der Zur Mühlen Gruppe).

Tönnies produziert selbstverständlich auch die Stadion-Wurst von Schalke 04. Vermutlich ist er Lieferant weiterer Clubs.

Bündnisse schließen

Die aktion ./. arbeitsunrecht kooperiert mit Gewerkschaften, Umweltschützer*innen, Bürgerrechtlern und aktiven Fußballfans. Die Initiative sucht den Schulterschluss mit Fridays for Future (FFF) und unterstützt den globalen Streiktag, den FFF für Freitag, den 20. September 2019 ausgerufen hat.

Jessica Reisner lädt die Fridays for Future-Aktivist*innen zur Teilnahme ein:

Klimawandel und Umweltzerstörung sind nicht zu trennen von der kapitalistischen Wirtschaftsform.

Es gilt zu verstehen, wie die Fleisch-Krake Tönnies konkret funktioniert. Wir müssen sie gemeinsam stoppen. 

Die aktion ./. arbeitsunrecht unterstützen den Antrag Schalker Fußball-Fans auf Ausschluss von Clemens Tönnies aus dem Verein.

Elmar Wigand meint dazu:

Ich gehe davon aus, dass Clemens Tönnies am Freitag, 13. September nicht mehr Schalke-Präsident sein wird.

Aber seine grausam produzierte Billig-Wurst wird vermutlich weiterhin auf Schalke präsent bleiben. Das ist das Problem.

Aktionstag gegen Tönnies Schweinereien


Fußnoten

(1) Hans-Hermann Igges: Clemens Tönnies sorgt beim Tag des Handwerks für Kopfschütteln, Neue Westfälische, 1.8.2019, https://www.nw.de/lokal/kreis_paderborn/paderborn/22523960_Clemens-Toennies-sorgt-beim-Tag-des-Handwerks-fuer-Kopfschuetteln.html

(2) Warum gehen wir am 13. September 2019 gegen Tönnies vor? Hintergründe:  https://aktion.arbeitsunrecht.de/de/freitag13-toennies


Hintergrund: Was ist der Schwarze Freitag?

Der Aktionstag #Freitag13 findet am 13. September 2019 zum achten Mal statt.

Ziel des Schwarzen Freitags ist es, Beschäftigte, Gewerkschafter*innen und Betriebsräte zu unterstützen, die in ihren Betrieben für faire Arbeitsbedingungen und demokratische Mitbestimmung kämpfen.

Wir nutzen friedliche, phantasievolle und unbequeme Protest-Aktionen. Dazu gehören freie Meinungsäußerung und ziviler Ungehorsam.


Aktionen jetzt vorbereiten!

Die Aktion gegen Arbeitsunrecht ruft Mitglieder, Sympathisanten, Kollegen zur Bildung von Ad-hoc-Komitees und lokalen Aktionsgruppen auf. Interessenten können sich in einen Aktions-Verteiler eintragen: https://aktion.arbeitsunrecht.de/freitag13-newsletter

Wer steckt dahinter?

Die aktion ./. arbeitsunrecht e.V. finanziert sich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge. Der gemeinnützige Verein ist finanziell wie organisatorisch unabhängig von Stiftungen, staatlichen Einrichtungen, Gewerkschaften und Parteien.



 # Aktionstag Freitag, 13. September 2019 gegen Tönnies: Warum?  
# Schwarzer Freitag, der 13. Was soll das?
 # Bisherige Aktionstage: Was geschah?


Pressekontakt | Press Contact

Elmar Wigand | Luxemburger Str. 176 | 50937 Köln | koeln01@arbeitsunrecht.de | +49.176.588 656 23

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■■■■ HINWEIS: Schertz Bergmann und andere Medienkanzleien versuchen im Auftrag von Unternehmer*innen immer wieder kritische Berichterstattungen zu unterdrücken. Wir bitten deshalb um Spenden für unseren Rechtshilfe-Fonds Meinungsfreiheit in der Arbeitswelt: https://aktion.arbeitsunrecht.de/spende-meinungsfreiheit ■■■■


2 KOMMENTARE

  1. Wieso konnte es dieser Mensch überhaupt schaffen, solch ein Imperium aufzubauen??? Nur mit Hilfe von anderen, welche jetzt aber sicher nichts davon wissen wollen …….. Mich ekeln solche Menschen einfach nur an.
    Passieren wird wahrscheinlich nichts oder nicht viel. Man betrachte nur andere Schlachthöfe, in welchen Tiere bis zum Tode gequält werden – es gibt mal einen kurzen Aufschrei und weiter geht’s.

    Es bewahrheitet sich immer wieder:
    Solange es Menschen gibt die denken, dass Tiere nicht fühlen,
    müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.

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