#Freitag13: Deutsche Horror-Jobs? Die dunkle Seite des Mondes

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Aktionstag gegen Union Busting, Lohndumping und Horror-Jobs am 13. September 2019

Beschäftigte können bis 30. Juni Erfahrungen schildern und Firmen nominieren. Tönnies, Dennree, Flixbus & Zara sind aussichtsreiche Kandidaten

 

Pressemitteilung, 18. Juni 2019 | Kontakt + Presse-Verteiler: https://aktion.arbeitsunrecht.de/de/Presse

Bis zum 30. Juni 2019 können Lohnabhängige und ihre Angehörigen Vorschläge einreichen, welche Unternehmen sich für den Aktionstag #Freitag13 eignen würden. (Die Vorschläge können anonym per Kommentar erfolgen: https://arbeitsunrecht.de/freitag13-vorschlag/#respond )

Der Vorstand der aktion ./. arbeitsunrecht (Aktion gegen Arbeitsunrecht) wird drei Unternehmen auswählen und ab dem 1. Juli 2019 zur Online-Abstimmung stellen.

Bislang sind 22 Beiträge eingegangen –  von A wie Amazon bis Z wie Zara. Sie bilden ein kleines Gruselkabinett der deutschen Arbeitswelt. Die aktion ./. arbeitsunrecht hofft auf weitere Vorschläge von Beschäftigten.

Pressesprecher Elmar Wigand findet einen ungeschönten Blick auf die Arbeitswelt wichtig:

In Deutschland existiert ein Zerrbild, das Politik und Medien penetrant REproduzieren: „soziale Marktwirtschaft“, „Mitbestimmungs-paradies“ & „Wirtschaftswunder“.

Viele leben in einer Scheinwelt. Wir müssen das Bild der deutschen Wirtschaft zurecht rücken.

Aussichtsreiche Kandidaten für #Freitag13:

  • Der Fleischproduzent Tönnies aus Rheda-Wiedenbrück ist ein Vorreiter bei Auslagerung + Werkverträgen, die zu menschenverachtenden Arbeitsbedingungen für osteuropäische Wanderarbeiter führen. Zudem hat sich Schalke 04 (Präsident: Clemens Tönnies) durch Einschüchterungsversuche rund um eine Betriebsratswahl negativ ins Gerede gebracht. https://arbeitsunrecht.de/freitag13-vorschlag/#comment-110081
  • Der Bio-Großhändler Dennree macht durch systematische Betriebsratsbehinderung auf sich aufmerksam. https://arbeitsunrecht.de/freitag13-vorschlag/#comment-109891
  • Die Mode-Kette Zara des größten europäischen Textil-Konzerns Inditex produziert seit Monaten Negativ-Schlagzeilen durch willkürliche Schließungen, Drangsalierung von jungen Eltern und Schwarze Listen. https://arbeitsunrecht.de/freitag13-vorschlag/#comment-109972
  • Interessant und neu für das Format #Freitag13 wäre die Ausbeutung durch deutsche Hochschulen mittels Kettenbefristungen, Lohndumping und Tarifflucht. Exemplarisch nominiert: die Humboldt Universität Berlin und die Technische Universität Berlin. https://arbeitsunrecht.de/freitag13-vorschlag/#comment-109780
  • Die Erfolgsgeschichte von Flixmobility (Flixbus + Flixtrain) erhielt durch ein schweres Busunglück am 19.5.2019 erneut tiefe Risse. Der Schwarze #Freitag13 könnte ins Bewusstsein rufen, dass es sich um ein virtuelles Unternehmen handelt, das alle sozialen Verpflichtungen gegenüber seinen Angestellten und der Allegmeinheit an Sub-Unternehmer ausgelagert hat. Stattessen setzt Flixbus als virtueller General-Unternehmer ein Ratten-Rennen um möglichst niedrige Arbeitsstandards in Gang. https://arbeitsunrecht.de/freitag13-vorschlag/#comment-109753

#Freitag13 – Worum geht es?

Der Aktionstag #Freitag13 findet am 13. September 2019 zum achten Mal statt.

Ziel des Schwarzen Freitags ist es, Beschäftigte, Gewerkschafter*innen und Betriebsräte zu unterstützen, die in ihren Betrieben für faire Arbeitsbedingungen und demokratische Mitbestimmung kämpfen.

Wir nutzen friedliche, phantasievolle und unbequeme Protest-Aktionen. Dazu gehören freie Meinungsäußerung und ziviler Ungehorsam.

Der Aktionstag gegen H&M am 13.10.2017 leitete den Absturz der H&M-Aktie an der Börse ein, der Essenslieferant Deliveroo musste sich aus 10 von 15 deutschen Städten zurück ziehen, nachdem das Geschäftsmodell in Deutschland nicht zuletzt durch unseren Aktionstag am 13. April 2019 in Verruf geraten war.

Wer steckt dahinter?

Die aktion ./. arbeitsunrecht e.V. finanziert sich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge. Der gemeinnützige Verein ist finanziell wie organisatorisch unabhängig von Stiftungen, staatlichen Einrichtungen, Gewerkschaften und Parteien.

Die Unabhängigkeit ist Teil unserer Stärke: Wir können uns den Luxus leisten, unbequem zu sein. Wir laufen nicht als gestriegelte Pudel an der Leine staatstragender Organisationen. Um so mehr sind wir auf Zuwendungen und Fördermitglieder angewiesen. SPENDEN | BEITRETEN



✖ Schwarzer Freitag, der 13. Was soll das?
✖ Bisherige Aktionstage: Was geschah?
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Komplettes Verzeichnis der bisherigen Vorschläge

(Stand: 18.6.2019)

Amazon, AmRest (Starbucks, KFC, Pizza Hut, Burger King u.v.m.), Auftraggeber von Erdbeer- und Spargelverkäufer*innen, Bistum WürzburgCFM Charité Facility Management, Dennree (Großhandel mit Biomarkt-Kette Denn´s), Deutsche Bahn, Deutsche Telekom Kundenservice GmbH Dresden, Deutsches Rotes Kreuz Betreuungsdienste Westfalen-Lippe gGmbH, DHL, Laborkette Eurofins Food, Flixmobility (Flixbus und Flixtrain), Essenslieferanten Foodora und Lieferando, Humboldt Universität Berlin und Technische Universität (TU) Berlin, LSG Skyfood Gmbh, Müller Ltd.&Co.KG Drogeriemärkte, Prüm Türenwerk Weinsheim, Real GmbH | Metro AG, Terra Nova e.V.  Ochtrup, Time Partner (TP Group Service GmbH), Tönnies Holding GmbH & Co. KGZara (Inditex)

Der Aktionstag #Freitag13 beleuchtet die dunkle Seite des Mondes.

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